100.000 Tulpen im Britzer Garten

Sie sind knallrot und hellrosa, leuchtend gelb und orange und manchmal sogar schwarz – Tulpen können so unterschiedlich sein, dass man sie manchmal für eine ganz andere Pflanze hält. Im Britzer Garten kann man sie gerade in so großer Zahl und Vielfalt sehen, dass sie in diesem Blog Platz finden, auch wenn es keine wilden Blumen sind.

Wilde Tulpen: In Deutschland sehr selten

Dabei gibt es in Deutschland wilde Tulpen – wunderschöne Blumen mit knallgelben Blüten, die ein bisschen kleiner sind als die Gartentulpen. Doch eine Geschichte über sie wäre hier schon zu Ende, denn die Wildtulpe ist so selten, dass sie in ganz Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht. In Berlin und Brandenburg habe ich sie leider noch nie gesehen.

„Tulipan“ im Britzer Garten

Die hunderttausend Tulpen, die gerade zur „Tulipan“-Ausstellung in den Britzer Garten locken, sind kultivierte Arten mit unglaublichen Unterschieden. Einige haben gefranste Blüten, andere sind gefüllt und es gibt auch Arten, deren Blüten wie Lilien aussehen. Die Pflanzen sind farblich geordnet und füllen ganze Flächen mit ihren Rot-, Gelb- oder Weißtönen. Fotomotive gibt es also genug, und wer die Pracht von oben aufnehmen will, der kann auf dem Gelände Hochstühle erklimmen, von denen aus man eine gute Sicht auf die Tulpen hat. Auch die kleine Wildtulpe ist bei der Ausstellung zu sehen, und wer über das Gelände geht, entdeckt vielleicht auch noch den einen oder anderen Frühlingsboten.

Tulpen und berühmte Blumen-Gemälde

„Tulipan“ wird ergänzt durch Reproduktionen bekannter Gemälde von Rubens, Brueghel oder Verbruggen (die Originale hängen u.a. in der Gemäldegalerie, dem Kupferstichkabinett und in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg). Denn wenn man sich die Frühlingsblüten so ansieht, kann man sich vorstellen, dass sie schon früher Künstler inspiriert haben.

Wer sich in die Tulpen verliebt, kann sich bei der Ausstellung im Britzer Garten auch über die Pflanze, ihre Zucht und die Vermehrung informieren.

Britzer Garten, Eingang z.B. Sangerhauser Weg (U 6 Alt-Mariendorf/Bus 179 bis Sangerhauser Weg) und Buckower Damm (U/S-Bhf. Hermannstraße/Bus M44 bis Britzer Garten), bis etwa Mitte Mai, geöffnet tgl. 9-20 Uhr, Eintritt 3, erm. 1,50 Euro

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