Selten und wunderschön: der Ährige Ehrenpreis

Ähriger Ehrenpreis
Ähriger Ehrenpreis Foto: Silke Böttcher

Der Ährige Ehrenpreis ist eine eindrucksvolle Erscheinung. Und so selten, dass man sich sehr freuen kann, wenn man ihn in der Natur sieht. In Brandenburg stehen die Chancen ganz gut.

Ähriger Ehrenpreis: unzählige kleine lila-blaue Blüten

Die Pflanze wird ungefähr 30 bis 60 Zentimeter hoch und hat längliche, gezackte Blätter.  Zwischen Juni und September bildet sie ihre wunderschönen langen Blütenstände mit den vielen kleinen lila-blauen Trichterblüten, die etwas zerzaust aussehen und von unten nach oben aufblühen (auf dem Foto kann man das ganz gut sehen). So kann eine einzelne Pflanze ziemlich lange blühen.

Früchte werden mit dem Wind verbreitet

Bestäubt werden die Blüten hauptsächlich von Schmetterlingen und Bienen. Anschließend bilden sich die Früchte, die ungefähr im September reif sind und mit dem Wind oder am Fell von Tieren verbreitet werden.

Vorliebe für trockene Böden und Sonne

Der zu den Wegerichgewächsen gehörende Ährige Ehrenpreis ist ein Sonnenanbeter, der vor allem auf nährstoffarmen Trockenrasen, am Rand von Gebüschen und auf Schuttflächen wächst. In Deutschland ist er so selten, dass er auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht und streng geschützt ist. Einen kleinen „Schwerpunkt“ hat er im nordostdeutschen Tiefland.

Ein bisschen Ähnlichkeit hat der Ährige Ehrenpreis mit dem verwandten Langblättrigen Ehrenpreis, der aber auf feuchten Untergründen und an Flussufern steht (leider ist er genauso selten wie sein Verwandter und steht ebenfalls unter Schutz).

Ähriger Ehrenpreis als Gartenpflanze

Übrigens macht sich die Pflanze auch gut im Garten. Man bekommt sie in unterschiedlichen Zuchtformen im Gartencenter und sollte sie an eine sonnige Stelle in den Steingarten setzen. Sie benötigt nährstoffarmen Boden und sollte nach dem Verblühen geschnitten werden, wenn sie sich nicht allzu sehr verbreiten soll. Frost verträgt sie ohne Probleme.

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