Eigenwillig und giftig: der Aronstab

Aronstab
Aronstab

Der Aronstab ist ein ulkiges Gewächs. Im Frühling trägt er eine spektakuläre weiße Blüte, die wie ein Mantel einen braunen Kolben umhüllt. Und im Sommer ragt er als nackter Stängel mit einer Traube aus orangeroten Beeren aus dem Boden. In Berlin und Brandenburgs wilder Natur ist die Pflanze selten.

Woher der Aronstab seinen Namen hat

Der Aronstab wächst in gesunden Laubmischwäldern, oft in Gemeinschaft mit anderen Frühlingsboten wie dem Lungenkraut und dem Bärlauch, er verdankt seinen Namen einer biblischen Figur, nämlich Aaron. Der wurde, so heißt es, zum Hohepriester ernannt. Als er seinen Stab auf die Bundeslade legte, begann er zu ergrünen. Weil die Pflanzengattung diesem Stab so ähnlich sieht, bekam sie ihren botanischen Namen Arum maculatum.

Anfangs ist die Pflanze kaum zu sehen

Bis zu 40 Zentimeter hoch wird der Aronstab, der anfangs kaum zu sehen ist, weil das spätere Blütenblatt anfangs grünlich ist und auf dem Waldboden mit den anderen Pflanzen verschwimmt. Die Blätter sind leicht pfeilförmig.

Die Aronstab-Blüten riechen nach Aas

Wer den Aronstab blühen sieht (im April und Mai), der macht gleich wieder einen Schritt zurück, denn die Blüte verströmt einen extrem unangenehmen Aas-Geruch. Der lockt Fliegen und Mücken an, die in den „Kessel“ hineinfallen und nebenbei die Pollen übertragen.

Orangerote Beeren mit giftigem Inhalt

Im August und September bilden sich die Beeren, die anfangs grün und später orangerot sind. Die knallrote Farbe ist allerdings keine Verlockung, sondern eine Warnung: Die gesamte Pflanze ist nämlich ehr giftig. Sie enthält u.a. den Stoff Aroin an, der extrem scharf schmeckt. Er kann den Mundraum und auch Speiseröhre, Magen und Darm verätzen. Auch beim Berühren der Pflanze kann man seine Haut verletzen. Weil die Beeren angenehm süß schmecken, sind besonders Kinder gefährdet – Eltern sollten beim Waldspaziergang also aufpassen. Die knall

Auch Haustiere sollte man fernhalten von der Pflanze, auch für sie sind die Inhaltsstoffe giftig. Vögeln dagegen macht das Gift nichts aus – sie lieben die Beeren des Aronstabs .

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