Auf der Suche nach Steinpilz, Pfifferling & Co.

Auch wenn wir den Sommer am liebsten festhalten würden, damit er uns nicht der dunklen Jahreszeit überlässt – er ist auf Abschiedskurs. Das erkennt man zum Beispiel an den Leuten, die ganz früh morgens ihr Auto an einsamen Waldwegen in Brandenburg parken und dann mit Korb in der Hand im Gebüsch verschwinden. Sie haben eine Mission. Und die heißt: Steinpilz (Foto), Marone und Pfifferling. Ganz klar: Die Pilz-Hauptsaison hat begonnen.

Jagd im Wald nach Steinpilz & Co.

Weil ein bisschen Jäger und Sammler auch noch im modernen Büromenschen steckt, gehört das Pilzesuchen zu den Lieblingshobbys. Die besten Steinpilz-Fundstellen werden gehütet wie Staatsgeheimnisse. Natürlich kann man Pilze kaufen – frisch oder getrocknet -, aber das Selbersuchen und besser noch das Finden machen einfach viel mehr Spaß. Die Euphorie, die einen überkommt, wenn man ein Prachtstück entdeckt hat, muss man selbst erlebt haben.

Pilzberatung hilft bei Unsicherheit

Allerdings überkommen manchen Neuling Bedenken, wenn er seinen ersten Pilzkorb gefüllt hat. Was, wenn doch ein giftiger Pilz dabei ist? So groß sind die Unterschiede ja nicht, und das Pilzbuch ist zwar ein guter Ratgeber, aber Unsicherheiten bleiben eben doch, wenn man kein Experte ist. Wer unsicher ist, kann zur Pilzberatung kommen, zum Beispiel im Botanische Museum, und dort seine Ausbeute untersuchen lassen.

Mehr als Steinpilz: Pilzexkursion mit dem BUND

Weil Pilze insgesamt ein sehr spannendes Thema sind, kann man auch bei einer geführten Pilzexkursion mitmachen. Zum Beispiel am 13. September. An dem Tag begleitet Dirk Harmel vom BUND Anfänger und Fortgeschrittene durch den Wald in Frohnau. Es ist keine Schulung in Sachen Pilzbestimmung, sondern Funde werden direkt erklärt, nachdem Dirk Harmel erzählt hat, wie Pilze leben und welche Ansprüche sie haben. Jeder kann Fragen stellen und sich die Pilze „am lebenden Objekt“ erklären lassen. Feste Wanderstiefel und wetterfeste Kleidung sind wichtig, außerdem sollte jeder einen luftdurchlässigen Korb, ein Messer und einen Pinsel mitbringen. Jetzt müssen nur noch Pilze da sein…

Termin: Freitag, 13. September, 10-13 Uhr, Treffpunkt am S-Bhf. Frohnau. Kosten: 12 Euro, Schüler und Studenten zahlen 9 Euro. Anmeldung unter 78 89 00 0 bzw. gogolin@BUND-Berlin.de ist erforderlich, die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

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