Auf der Suche nach Wildkräutern

Waldsauerklee Foto: Silke Böttcher
Waldsauerklee Foto: Silke Böttcher

Bei Himbeeren und Brombeeren ist es ja einfach, aber wussten Sie, dass man Schafgarbe essen kann? Die frischen Blätter der Wildkräuter sind eine angenehm bittere Zutat für einen Salat oder eine Suppe. Fenchel ist ja als Heilkraut bekannt, aber auf Löwenzahn, Fichtentriebe oder die Kohl-Gänsedistel kommen nur wenige, wenn es um Wildkräuter geht. Für alle, die mehr lernen wollen über wildes Gemüse, ist die Führung am 18. Mai im Britzer Garten (Freilandlabor Britz) eine gute Empfehlung.

Bekannte Wildkräuter: Waldmeister und Brennessel

Interessant (und schade)  ist, dass viele Wildkräuter für Unkraut gehalten und aus Gärten entfernt werden. Denn zu den essbaren Pflanzen gehören auch alte Bekannte wie der Waldmeister, das Hirtentäschelkraut, die Brennessel oder der Waldsauerklee (Foto). Aber der Wiesen-Knöterich zum Beispiel ist als essbare Pflanze gar nicht so bekannt. Dabei schmecken die Spitzen der Triebe und die jungen Blätter süßlich-herb, ein bisschen nach Spinat.

Salat aus Giersch

Den Geschmack des Wilden Schnittlauchs kann man sich vorstellen, bei der Linde kann man ihn ahnen – die Blätter schmecken ein bisschen so, wie die Blüten duften. Auch Hunds-Rose und Weißdorn, Mädesüß, Wiesen-Kerbel und der im Garten so verhasste Giersch sind wunderbare Küchen-Zutaten. Der Giersch übrigens ist am besten, wenn die Blätter noch ganz zart und kaum entfaltet sind. Man kann die Blätter kochen und bekommt ein spinatartiges Gemüse, die Blätter würzen aber auch Salate und Suppen.

Wildkräuter als Salat

Natürlich blühen im Augenblick nicht alle Wildkräuter, aber bei der Führung gibt Manuela Wächter einen spannenden Einblick in die Welt der Wildkräuter und in ihre Zubereitung. Und wer das erste Mal einen Wildkräutersalat (z.B. mit Löwenzahn, Sauerampfer, Giersch und Gänseblümchen, angerichtet mit einer Vinaigrette aus Rapsöl, Apfelessig, Dijonsenf, Schalotten und abgeschmeckt mit Salz bzw. Pfeffer) probiert hat, der könnte eine Liebe fürs Leben entdeckt haben…

Freilandlabor Britz im Britzer Garten, Anfahrt über den Parkeingang Buckower Damm (Bus M 44 bis Britzer Garten). Termin: 18. Mai, 14 Uhr, Teilnahme 3, erm. 2 Euro plus Parkeintritt (3, Kinder 1,50 Euro). Info: Tel. 703 30 20

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