Berliner Tiere und die Sommerhitze

Das tut der Mensch bei Sommerhitze: Er setzt sich in den Schatten. Trinkt Unmengen an Wasser. Und bewegt sich möglichst wenig – es sei denn, im Wasser. Was die Pflanzen tun (oder der Mensch für sie tun sollte), war schon Thema dieses Blogs. Aber auch die Tiere in der Berliner Natur müssen mit den hohen Temperaturen klarkommen.  Wer kann, zieht sich in den Schatten zurück und döst. Und das gilt nicht nur für die Löwen in Afrika, sondern auch für heimische Tiere.

Hundstage: Hecheln gegen Sommerhitze

Hunde und Füchse, die ja keine Schweißdrüsen haben, fangen an zu hecheln. Speichel verdampft über die Zunge und kühlt. Beim Menschen klappt das übrigens auch. Wer’s ausprobieren will: Einfach die Zungenspitze oben an den Gaumen legen und mit offenem Mund einatmen.  Ja, es sieht ein bisschen komisch aus, aber man muss sich dabei ja nicht zugucken lassen.

Baden  – in Wasser und Schlamm

Hirsche tun, was Menschen bei Hitze auch gern machen: Sie baden. Hirsche gehen sogar bis zum Hals in tieferes Wasser. Wildschweine suhlen sich im Schlamm und schützen sich damit nicht nur vor lästigen Insekten, sondern auch vor Sonne.  Feldhasen suchen den Schatten und setzen ihre langen Ohren als Wärmeregulierer ein: Sie werden stärker durchblutet und geben Wärme ab.

Spatzen, die man mit der Bezeichnung Dreckspatz wirklich sehr beleidigen würden, sind richtige Badefans. An Bachufern sieht man sie manchmal im flachen Wasser, und was wie Toben aussieht, ist die tägliche Reinigung und Erfrischung. Etwas schwerer haben es Rehe, denn ihre Paarungszeit fällt ausgerechnet in den Juli und August – und die ist mit sehr viel Bewegung verbunden. Anschießend wird Siesta gehalten, um neue Kräfte zu sammeln.

Perfekt bei Sommerhitze: Abtauchen in die Höhle

Wer einen kühlen Bau hat, der nutzt ihn in den heißen Mittagsstunden. Eichhörnchen, Wildkaninchen und Füchse verschwinden in dieser Zeit aus der Sonne. Allerdings brauchen auch sie genug Wasser, sonst bricht ihr Kreislauf zusammen. Gerade stand die Geschichte über ein Eichhörnchen in der Zeitung, das kollabiert war – es hatte zu wenig getrunken. Eine Infusion mit Vitaminen und Elektrolyten brachte es wieder auf die Beine.

Wer den Tieren helfen möchte, der kann im Garten oder im Hof flache Wasserschalen oder Näpfe aufstellen. Besuch von Eichhörnchen, Spatz & Co. ist ihm dann beinahe sicher!

 

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