Berlins fliegender Spitzenreiter

Er bleibt die Nummer Eins. Bei der „Stunde der Gartenvögel“ hat der Haussperling seine Spitzenposition als am häufigsten gezählter Vogel in Berlin souverän verteidigt – der frechste von allen, der auch gerne den Berlinern ihr Freiluft-Frühstück stibitzt (siehe Foto). Fast 6700 Spatzen wurden bei der Aktion gezählt. Zweithäufigster Vogel in der Berliner Natur ist die Amsel (2870 Exemplare), gefolgt von der Kohlmeise (2308) und dem Star (2186). Der Mauersegler, der demnächst auch Thema dieses Blogs sein wird, ist in diesem Jahr leider nicht so häufig zu sehen, was wahrscheinlich am langen Winter und seiner späteren Rückkehr liegt. Dafür hat die Blaumeise zugelegt.

Mehr als 30.000 Vögel wurden bei der Aktion gezählt

Insgesamt haben die Berliner an drei Tagen mehr als 30.000 Vögel aus 107 Arten gezählt. Darunter waren auch wieder Seltenheiten wie der Rotmilan, der Seidenschwanz oder der Wiedehopf. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass längst nicht alle Berliner Vögel gezählt wurden. Die 1221 Tierfreunde, die bei der Aktion mitgemacht haben, lagen in 853 Gärten auf der Lauer, und sie können natürlich nicht alle Vögel der Stadt bemerken. Die Zählung gibt aber einen guten Eindruck vom Bestand der einzelnen Vogelarten in der Stadt. Und sie zeigt auch indirekt, wo Probleme liegen. Denn nur dort, wo es genug Nist- und Rückzugsmöglichkeiten gibt, fühlen sich Vögel wohl. Leider werden immer wieder Hecken und Büsche in Parks zerstört, weil sie mehr Arbeit machen als Rasenflächen. Und auch in manchem privaten Garten fehlen Brutmöglichkeiten und Pflanzen, die genug Insekten als Vogelnahrung anlocken.

Die exakten Daten der Stunde der Gartenvögel gibt es übrigens auf der Internetseite des Nabu.

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