Biologische Vielfalt in Berlin

Englischer Garten Berlin Foto: Carsten E. Böttcher
Englischer Garten Berlin Foto: Carsten E. Böttcher

Dass Berlin eine ziemlich grüne Stadt ist, war ja schon Thema dieses Blogs. Und das merkt man nicht nur an den Wäldern und den großen Naturflächen, sondern auch an kleineren innerstädtischen Bereichen mit biologischer Vielfalt. Mehr als 20.000 (wilde) Tier- und Pflanzenarten teilen sich Berlin mit den Menschen, und damit hat die Großstadt eine größere Artendichte als so mancher ländliche Raum. Und genau darum geht es bei dem Vortrag „Biodiversität und Stadtlandschaft – Strategien für Berlin“, der am Mittwoch in der Urania stattfindet.

Vortrag über biologische Vielfalt

Professor Dr. Ingo Kowarik vom Institut für Ökologie an der TU Berlin und Ingrid Cloos von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt befassen sich mit der biologischen Vielfalt in der großen Stadt, und damit meinen sie die vielen unterschiedlichen Naturflächen, die es in Berlin gibt, von den Wäldern und Wasserflächen am Stadtrand über die Parks bis zur wilden Natur auf Brachflächen. Das Foto zeigt den Grundwasserteich im Englischen Garten (Tiergarten).

Was die Vielfalt für den Menschen bedeutet

Auf der Internetseite des Instituts von Dr. Ingo Kowarik gibt es eine Publikation, die sich mit der biologischen Vielfalt beschäftigt. Und die verrät Erstaunliches: Zum Beispiel, dass die biologische Vielfalt eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden von Besuchern einer Parkanlage spielt. Menschen nehmen also die Tiere und Pflanzen auf einer Grünfläche wahr, auch wenn sie vielleicht nicht wissen, wie die einzelnen Arten heißen. Einfach zusammengefasst heißt das: Biologische Vielfalt macht glücklich. Wie sehr das stimmt, kann man gerade im Moment gut spüren, wenn man morgens das Vogelkonzert im Park hört. Im Umkehrschluss bedeutet es aber auch, dass Stadtgebiete mit sehr wenig Grün stark benachteiligt sind.

Immer mehr Arten verschwinden

Angesichts der Bedeutung der biologischen Vielfalt finde ich es schon sehr bedenklich, dass immer mehr Grün in der Stadt und damit viele Arten verschwinden. Schon 1992 wurde das Thema Biologische Vielfalt bei der UN-Konferenz in Rio de Janeiro als besonders wichtig eingestuft – und zwar international. Denn das Verschwinden von Arten kann auf längere Sicht dramatische Folgen auch für Menschen haben.

Vortrag mit Diskussion in der Urania

Dr. Kowarik erklärt die Bedeutung der biologischen Vielfalt, spricht über die Gefährdung und über Strategien zum Erhalt. Ziele werden aufgezeigt und auch der Schutz besonders wertvoller Biotope wird betont. Nach dem Vortrag in der Urania kann über das Thema diskutiert werden. Der Abend ist Teil der Reihe über biologische Vielfalt, die am 3. März mit einem Vortrag über Klima- und Naturschutz und Projekte aus aller Welt fortgesetzt wird.

Adresse: Urania, An der Urania 17, 10787 Berlin. Beginn: 19. Februar, 19.30 Uhr, Eintritt 7, erm. 6 Euro. Informationen zu Tickets/Anmeldung 

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