Blühende Heidekraut-Landschaften

Besenheide
Besenheide

Das Heidekraut – und nicht nur in Lüneburg. Auch in Brandenburg gibt es wunderschöne Heidelandschaften: Ein wunderschöner Anblick. Die Pflanze, die ganze Landstriche in zartes Violett taucht,  wird auch Erika genannt. Mehr als 800 Arten gibt es weltweit, in Deutschland ist die auf dem Foto gezeigte Besenheide die bekannteste.

Heidekraut: violette Teppiche

Angesichts der violetten Kissen nimmt man die einzelne Pflanze oft gar nicht richtig wahr. Dabei ist sie sehr hübsch mit ihren kleinen Blüten, die in dichten Trauben am Stängel hängen. Ein bisschen erinnern sie an winzige Glockenblumen. Jede einzelne Blüte ist nicht einmal fünf Millimeter lang, aber das hält die Insekten nicht davon ab, die Heidekraut-Pflanzen in Scharen zu besuchen.

Schmetterlinge lieben die Blüten

Bienen produzieren hier den berühmten Heidehonig, und auch Schmetterlinge lieben die Blüten. Andere Insekten nutzen das Heidekraut als Futterpflanze. Wenn die Heide blüht und besonders bei Sonnenschein herrscht in den Heidelandschaften ein ziemliches Gesumm. Kein Wunder, dass auch Imker die Besenheide lieben.

Schafe haben Heidekraut zum Fressen gern

Übrigens sehen die Heidekraut-Pflanzen nur klein aus, sie können fast einen halben Meter hoch werden, aber weil sie am Boden entlang wachsen, fällt das nicht auf. Ältere Gewächse beginnen irgendwann, zu verholzen, und ab dann sind sie sicher vor den Attacken durch Schafe, die junges Heidekraut zum Fressen gern haben.

Besenheidelandschaften in Brandenburg

Finden kann man die Besenheide überall in Europa, auch ganz weit im Norden. Sie wächst auf trockenen und sandigen, aber auch auf feuchten Böden, nur Kalk mag sie nicht so sehr. Wo sie gedeiht, bildet sie violette Teppiche. Die berühmtesten findet man in der Lüneburger Heide.

Aber Brandenburg kann wirklich mithalten. Dort gibt es mehrere Heidegebiete, die auf ehemaligen Truppenübungsplätzen entstanden sind. Im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaften zum Beispiel: Das Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“ bei Bad Liebenwerda wird im Spätsommer zum Blütenteppich.

Heidekraut auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz

Weiter östlich, nicht weit vom Schlaubetal, liegt die Reicherskreuzer Heide, die schon von den Nationalsozialisten als Truppenübungsplatz genutzt und erst 1994 von der Bundeswehr aufgegeben wurde. Komplett betreten kann man das Gelände noch nicht, weil immer noch Munition im Boden liegt, aber es gibt einige Wanderwege.

Und ein weiteres Gebiet, das mir einfällt, liegt direkt vor den Toren Berlins: die Döberitzer Heide. Die Stiftung von Heinz Sielmann hat 2004 einen Teil des Geländes gekauft, das ebenfalls noch munitionsbelastet ist. Entlang der offiziell ausgewiesenen Wege kann man Heide- und andere spektakuläre Naturlandschaften sehen – demnächst wird das Gebiet Thema dieses Blogs sein.

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