Bovist – Ein Pilz wie ein Vulkan

Bovist
Bovist Foto: Silke Böttcher

Sein Name ist, nun ja, nicht gerade schmeichelhaft. Fuchsfurz haben die Menschen den Bovist früher genannt (von „vohe“ = Füchsin und „vist“ = Bauchwind). Das ist nicht ganz fair – dem Pilz gegenüber. Denn er heißt bloß so, weil – aber der Reihe nach.

Flaschen-Bovist und Sporenwolke

Das Foto oben zeigt übrigens streng genommen keinen Bovist, sondern einen Flaschen-Stäubling. Weil der aber im Volksmund Flaschenbovist genannt wird und mir das Bild so gut gefallen hat, habe ich ihn trotzdem genommen. Immerhin verhält er sich ähnlich wie andere Boviste und stößt eine Wolke aus Sporen aus, wenn er aufplatzt, weil er reif ist (oder jemand drauftritt).

Warum der Pilz auch Puffball genannt wird

Das Geräusch, das er ausstößt, wenn die dünn gewordene Haut auf dem Hut platzt, klingt wie – naja, ein Fuchsfurz eben. Falls Sie so etwas schon mal gehört haben. Manche nennen den Pilz wegen des Geräusches übrigens auch Puffball.

Der Riesen-Bovist macht seinem Namen alle Ehre

Es gibt mehrere Arten von Bovisten. Der Riesenbovist ist der größte unter ihnen, und er macht seinem Namen alle Ehre, denn er kann schon mal 50 Zentimeter Durchmesser erreichen und ein Gewicht von bis zu 20 Kilogramm. Wenn er jung ist (erkennbar an der weißen Farbe und einem sehr angenehmen Geruch), kann man ihn essen – man schneidet ihn in Scheiben und brät ihn wie ein Schnitzel. Sobald die Fruchtmasse anfängt gelb zu werden, ist der Pilz ungenießbar.

Der auf dem Foto gezeigte Flaschen-Stäubling ist erkennbar an seinen kleinen Warzen und an der Birnenform. Auch er ist, solange er innen noch weiß ist, essbar.

Woher der Kartoffel-Bovist seinen Namen hat

Ein bisschen ulkig sieht der Kartoffel-Bovist aus, der offiziell eigentlich auch nicht zu den Bovisten gehört – aber ich bin Laie genug, um ihn mal einfach mit in diese Geschichte aufzunehmen. Er hat tatsächlich große Ähnlichkeit mit einer Kartoffel, mit unregelmäßiger Form und gelblicher Farbe. Innen ist er dunkel gefärbt. Essen sollte man ihn trotz seines appetitlichen Namens aber auf keinen Fall, denn der Kartoffel-Bovist gehört zu den giftigen Pilzen.

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