Christmas Garden: Ein bisschen Magie für Berlin

Eisrosenteich im Christmas Garden
Eisrosenteich im Christmas Garden

Was ich an der Adventszeit liebe, sind die Lichter, die überall hinter Fenstern und in Gärten zu sehen sind. Und deshalb freue ich mich auch so auf den Christmas Garden. Der entsteht ab Mitte November im Botanischen Garten Berlin und ist sozusagen das Gegenstück zur Botanischen Nacht. Bloß im Winter.

Der Botanische Garten wird zum Christmas Garden

Die Idee stammt aus London, genauer gesagt, aus den Kew Gardens. Dort ist die Veranstaltungsreihe „Christmas at Kew“ seit 2013 ein großer Erfolg – und in Berlin ist das ebenfalls zu erwarten. Denn der Botanische Garten verwandelt sich für sechs Wochen in eine Märchenlandschaft mit Lichtspielen und Leuchtfiguren. Wer die Botanische Nacht kennt, der kann sich vorstellen, wie das aussieht: Illuminierte Wege, neben denen allerlei Leuchtwerk zu sehen ist. Und wenn dann vielleicht noch Schnee liegt, wird es so richtig märchenhaft.

Mal raus aus dem Vorweihnachtsstress

In einer Großstadt, in der sich im Advent mehr als anderswo so ziemlich alles um Weihnachtseinkäufe dreht, sind solche stillen Augenblicke besonders wichtig. Orte, an die man sich zurückziehen kann, wenn der Kommerz allzu mächtig wird und uns vergessen lassen will, dass Advent und Shopping eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben. Sondern mit Ankommen (das Wort Advent kommt nicht zufällig von „adventus“ = Ankunft). Und das gilt ganz unabhängig von Kirche und Religion.

Phantasievolle Lichtinstallationen entlang des Rundweges

Im Christmas Garden geht es mal nur ums Genießen und Staunen. Man spaziert auf dem etwa 1,5 Kilometer langen Rundweg, der vom Lichtdesigner Andreas Boehlke phantasievoll illuminiert wird, und sperrt den Stress für ein Weilchen einfach mal aus. Zu sehen gibt es 3000 mit Bedacht platzierte Lichterketten, eine Million Lichtpunkte und große 3D-Figuren. Bereiche des riesigen Parks verwandeln sich in einen Glühwürmchengarten, Zauberwald, Regenbogentanz und Sternengang. Bäume werden zu Lichtkunstwerken, riesige Kugeln spiegeln den Mond, und im Wasser „wachsen“ Blumen aus Licht.

Würstchen und Crêpes am offenen Feuer

Marktgeschehen gehört nicht zum Christmas Garden, aber direkt vor den Gewächshäusern kann man sich an einigen Ständen ausruhen und direkt neben urigen Feuerstellen Würstchen, Crêpes und warme oder kalte Getränke genießen. Außerdem gibt es eine 300 Quadratmeter große Eisbahn am Großen Tropenhaus und noch ein paar Überraschungen.

„Mit der Dämmerung beginnt die magische Reise“ lautet das Motto des Christmas Gardens, der am 17. November eröffnet wird und gerade bis zum 8. Januar verlängert wurde. Und ein bisschen Magie kann Berlin auf jeden Fall gebrauchen!

Christmas Garden – Infos

  • Termine: 17. November bis 8. Januar, 24. und 31. Dezember geschlossen
  • Öffnungszeiten: Einlasszeit jede Stunde zwischen 17 und 22 Uhr buchbar
  • Adresse: Unter den Eichen 5-10, 12203 Berlin (Anfahrt: Bus M48), Königin-Luise-Platz, 14195 Berlin (Busse X83 und 101)
  • Eintritt: Mo-Do, 17 Euro, Kinder bis 14 J. 14,50 Euro; Fr-So und feiertags, 19 (16,50 Euro), Familienticket (2 Erwachsene, 2 Kinder) 49 (56 Euro), Tickets unter dem rot unterlegten Link, Infos: christmas-garden.de
  • Infos zu Christmas at Kew

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