Das Christophskraut liebt schattige Wälder

Ähriges Christophskraut
Ähriges Christophskraut

Das Ährige Christophskraut gehört zu den Pflanzen, die sich nicht so viel aus Sonne machen – es wächst in Wäldern mit feuchten und kalkhaltigen Böden. In Brandenburg ist es nicht allzu häufig. Dafür aber ziemlich auffällig. Zumindest wenn es blüht.

Christophskraut und seine Blätter

Etwa kniehoch wird das Gewächs, dessen bis zu 30 Zentimeter langen gefiederten Laubblätter ein bisschen an Giersch erinnern. Wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt, sondern sie einen scharfen, ziemlich unangenehmen Geruch ab.

Die Blüten: kein Nektar, aber viel Pollen

Einducksvoll sind die in Trauben angeordneten kleinen weißen Blüten, die zwischen Mai und Juli zu sehen sind. Käfer fühlen sich von der Farbe angezogen, doch Nektar finden sie nicht. Aber sobald sie auf den Blüten landen, bekommen sie eine dicke Ladung Pollen ab.

Schwarze Beeren

Wenig später bilden sich eiförmige schwarze Beeren, die bei Vögeln sehr beliebt sind. Die Samen, die in den Beeren stecken, werden unverdaut wieder ausgeschieden. Auf diese Weise sorgen die Vögel für die Ausbreitung des Christophskrauts. Allerdings brauchen die Samen Frost, um keimen zu können.

Alte Heilpflanze

Das Gewächs gilt als schwach giftig. Ich habe gelesen, dass das Zerdrücken der Beeren auf der Haut Blasenbildung und der Verzehr Erbrechen und Schwindel auslösen soll. Trotzdem ist es als Heilpflanze bekannt. Im Mittelalter nutzte man es gegen Hautkrankheiten, Rheuma und Asthma. Und der römische Gelehrte Plinius der Ältere erwähnte das Christopshkraut (Actaea spicata L.) als Mittel gegen Frauenleiden. Heutzutage wird es hauptsächlich in der Homöopathie genutzt: Actaea spicata wird gegen Rheumaschmerzen der Hand- und Fußgelenke eingesetzt.

Christophskraut in aller Welt

Weltweit gibt es übrigens 30 Arten des Christophskrauts, das zu den Hahnenfußgewächsen gehört.Das Ährige ist der einzige mitteleuropäische Vertreter der Gattung, die ihren Namen dem Heiligen Christophorus, dem Schutzpatron gegen die Pest, verdankt. Ein bekannter Verwandter ist die Trauben-Silberkerze (Actaea racemosa), deren Wurzeln unter dem homöopathischen Namen „Cimifuga“ als Mittel gegen Muskelschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und gegen Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden.

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