Das Siegel des Salomo im Berliner Wald

Salomonssiegel
Salomonssiegel Foto: Silke Böttcher

Wie runde Glocken sehen diese fünf blauen Beeren aus. Sie baumeln von einer Pflanze, die übrigens mit dem Spargel verwandt ist. Das macht die dunklen Früchte allerdings nicht essbar – sie sind wie das gesamte Gewächs sogar giftig. Salomonssiegel heißt die Pflanze, die in Berlins Wäldern gar nicht mal so selten ist. Im Frühjahr trägt sie Weiß, kleine längliche Blüten mit grünem Rand, die genauso herabhängen wie die Früchte im Herbst.

Woher das Salomonssiegel seinen Namen hat

Die Ursache für den Namen des Salomonssiegels liegt unter der Erde: Dort finden sich sogenannte Rhizome, also Teile der Wurzel, die wie Siegel aussehen. Kein Wunder, dass sich um die Pflanze und überhaupt alle Weißwurz-Gewächse Mythen ranken. Geheimnisvolle Kräfte wurden den Arten einst nachgesagt. Sie sollten gegen Hühneraugen wirken und helfen, verschlossene Türen zu öffnen und verborgene Quellen zu entdecken. Wichtige Rollen in dieser Mythologie spielen der Specht und König Salomo. Aber das ist eine andere Geschichte.

Heilpflanze aus dem Buchenwald

Ob das mit den Hühneraugen stimmt, ist nicht belegt, aber immerhin helfen die in der Pflanze enthaltenen Saponine und Flavonoide bei der Wundheilung. Grund genug, dem Salomonssiegel mal einen Blick zu widmen, wenn man es ihm lichten Buchen- und Eichenmischwald, zum Beispiel im Grunewald, entdeckt.

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