Der Bläuling und das Sandglöckchen

Bläuling und Sandglöckchen Foto: Silke Böttcher
Bläuling und Sandglöckchen Foto: Silke Böttcher

Das Bild oben zeigt gleich zwei besondere Anblicke: eine ziemlich seltene Pflanze und einen nicht allzu häufigen Schmetterling. Aufgenommen wurden die beiden in der Berliner Natur – auf dem Dahlemer Feld im Grunewald. Dort, wo es sandig und sonnig ist, steht das Berg-Sandglöckchen, das auch als Sandknöpfchen bekannt ist und übrigens zu den Glockenblumen-Gewächsen gehört. Auf der zarten Blüte sitzt ein Bläuling. Doch dazu später.

Das Sandglöckchen liebt trockene Böden

Das Sandglöckchen ist ungefähr 40 Zentimeter hoch und hat hellblaue kugelförmige Blüten, die Ähnlichkeit mit denen von Skabiosen haben. Die Pflanze liebt trockene Sandböden, Dünen, Magerrasen und Brachflächen – alles Lebensräume, die selten geworden sind.  1990 wurde das Berg-Sandglöckchen deshalb zur Blume des Jahres erklärt.  Bestäubt wird es von Bienen, Käfern und Schmetterlingen. Und damit kommt der Bläuling ins Spiel. Wobei „der“ Bläuling nicht ganz korrekt ist: Es gibt ungefähr 6000 Arten, und nicht alle sind blau.

Viele Bläuling-Männchen sind blau

Die Falter mit maximal fünf Zentimetern Flügelspannweite sind nicht leicht zu unterscheiden. Viele haben Flecke an der Flügelunterseite, die Oberseite ist bei vielen Männchen aber himmelblau mit einer schwarzen Linie am Rand und weißen Fransen. Der Schmetterling auf dem Foto ist ein Hauhechel-Bläuling, der auch als Gemeiner Bläuling bekannt ist – der häufigste seiner Art. Der Falter bevorzugt offene, nicht überdüngte Wiesen und hat eine Vorliebe für Sandglöckchen, aber auch für Hornklee, an dem die Weibchen die Eier ablegen. Auch die Hauhechel gehört zu den Brutplätzen, was dem Insekt den Namen beschert hat.

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