Der Herbst als Künstler

Wilde Möhre Foto: Silke Böttcher
Wilde Möhre Foto: Silke Böttcher

Dass der Herbst bunt ist, weiß ja jeder. Aber er ist auch sehr einfallsreich. Das fängt an mit den kecken Eichel-Hütchen, geht weiter mit stacheligen Fruchthüllen und hört mit den Pflanzenskeletten nicht auf, die man überall dort in der Berliner Natur sehen kann, wo Wiesen im Herbst nicht gemäht werden. Grund genug, dem Herbst als Künstler mal ein Denkmal zu setzen.

Herbst als Künstler: Wunderkerzen aus Blütendolden

Besonders dekorativ sind in dieser Zeit Doldenblütler wie die Wilde Möhre, der Fenchel oder der giftige Schierling. Aus den ehemaligen Blüten sind kleine Sterne geworden, die wie eine Wunderkerze aussehen.

Zarte Pflanzenskelette

Wie manche Pflanzen den Winter überstehen, war ja schon mal Thema dieses Blogs. Aber es gibt auch Gewächse, die nur einen Sommer lang leben. Sobald sie ihre Samen verbreitet haben, ist ihre Arbeit getan und sie gehen langsam ein. Das ist die Zeit, in der sich der Herbst als Künstler betätigt. Denn die Pflanzen-Skelette bleiben noch lange stehen, manchmal den ganzen Winter lang. Und der spielt irgendwann auch noch kräftig mit: mit Mustern aus Raureif und Eis.

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