Kleiner Wiesenknopf: Wildpflanze mit besonderen Eigenschaften

Kleiner Wiesenknopf
Kleiner Wiesenknopf

Die Pflanze, um die es heute geht, gehört zu denen, für die der Volksmund viele Namen gefunden hat. Der Kleine Wiesenknopf wird auch Blutströpfchen genannt, Drachenblut, Wurmkraut, Falsche Bibernelle, Pimpinelle oder auch Blutstillerin. Aber ich finde auch den Namen Kleiner Wiesenknopf sehr passend.

Kleiner Wiesenknopf: Wie er zu seinem Namen kam

Bevor er blüht, macht er seinem Namen noch viel mehr Ehre. Denn sein Blütenköpfchen sieht aus wie ein runder Knopf. Und das „Klein“ am Anfang erläutert, dass es noch einen größeren Verwandten gibt. Diese Geschichte aber befasst sich mit dem etwa 20 bis 70 Zentimeter hohen Kleinen Wiesenknopf, dem man schon sehr nahe kommen muss, um zu bemerken, dass er eine echte Schönheit ist. Vor allem, wenn er blüht (zwischen Mai und August) und besonders von Bienen besucht wird.

Dann trägt er eine Krone aus (weiblichen) Blüten, und unten entstehen nach einer Weile die länglichen, weißen männlichen Blüten. Auch die Blätter sind spektakulär: eine Reihe aus vielen gefiederten Blättchen-Paaren an einem Stängel.

Vorliebe für Sonne

Der Kleine Wiesenknopf liebt sonnige und kalkhaltige Magerrasen (das sind nährstoffarme Rasenflächen, die extensiv genutzt werden und sehr artenreich sind, leider aber auch sehr selten).  Nach der Blüte bildet der Kleine Wiesenknopf nuss-artige Früchte, die vom Wind oder durch Wasser verbreitet werden. Die Pflanze verbreitet sich aber auch unterirdisch durch Wurzel-Ausläufer.

Zutat für die berühmte Hessische Grüne Sauce

Übrigens ist der Kleine Wiesenknopf nicht nur sehr schön, sondern ist auch ein gutes Würzmittel. Man kann mit den Blättern und Blüten Salate würzen – ihr Geschmack erinnert ein bisschen an Gurke. Auch für Marinaden und Kräuterquark wird die Pflanze eingesetzt.

Es gibt sogar eine Sauce, die ohne den Kleinen Wiesenknopf gar nicht auskommt: die Hessische Grüne Sauce, in der außerdem Schnittlauch, Sauerampfer, Petersilie, Kresse, Borretsch und Kerbel stecken. Dazu kommen saure Sahne, Essig, Öl, Zitrone, Pfeffer und Salz, gelegentlich auch Zwiebeln, Knoblauch und Senf. Die Grüne Sauce begleitet gekochte Fisch- oder Fleisch-Speisen.

Kleiner Wiesenknopf als Heilpflanze

Auch als Heilpflanze wird der Kleine Wiesenknopf genutzt. Dank seiner Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Gerbsäure und Kampferol hilft er gegen Verdauungsprobleme, Hautreizungen, Frühjahrsmüdigkeit und Sonnenbrand und er ist blutstillend. Im Garten angebaut (Samen oder Töpfchen bekommt  man für ein paar Euro in ausgewählten Pflanzen-Centern oder Online-Kräuterhandlungen), ist er nicht nur ein Schmuckstück, sondern man kann seine Blätter sogar in milden Wintern pflücken und genießen.

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