Der Teichmolch liebt stille Gewässer

In einem kleinen Teich ist jede Menge los. Unter der stillen Oberfläche leben große und kleine Tiere und Pflanzen – viele davon bekommt man nur selten zu Gesicht. Einer dieser heimlichen Wasserbewohner ist der Teichmolch, den es auch in der Berliner Natur gibt. Allerdings ist er nicht häufig.

Der Teichmolch war Lurch des Jahres 2010

Bis zu elf Zentimeter misst der Lurch des Jahres 2010. Und wenn er doch mal auftaucht, dann erkennt man ihn an seiner bräunlichen Färbung. Sein mit dunklen Punkten besetzter Bauch ist etwas heller als der Rücken, männliche Teichmolche in der Wassertracht (das Aussehen, das die Tiere entwickeln, wenn sie im Laichgewässer angekommen sind) tragen zudem einen gewellten Kamm. Die Weibchen sind heller.

Das Tier ist nachtaktiv

Lebensraum der Teichmolche sind stehende und langsam fließende Gewässer mit Sonneneinstrahlung und vielen Wasserpflanzen (das können durchaus auch Gartenteiche mit flachem Ufer sein, allerdings keine mit Goldfischen darin – die haben die Molche zum Fressen gern).  Die Amphibien brauchen aber auch „trockene“ Gebiete mit Hecken, denn tagsüber verstecken sie sich unter Laub und Steinen. Die Tiere leben nachtaktiv und jagen nach Insekten, Würmern, aber auch Froschlaich fressen sie gerne. Dank ihres langen Schwanzes bewegen sie sich unter Wasser sehr geschickt.  Zum Atmen kommen sie an die Wasseroberfläche, sie halten es aber lange unter Wasser auf.

Eier werden an Wasserpflanzen angeheftet

Den Winter verbringen Teichmolche in frostsicheren Verstecken, einige bleiben aber auch im Wasser. Schon kurz nach dem Winter, oft schon im Februar, machen sie sich auf in ihre Laichgewässer. Dort heften die Weibchen bis zu 300 Eier einzeln an Wasserpflanzen oder abgesunkenes Laub.

Die Jungtiere sind anfangs kaum einen Zentimeter lang und können noch nicht schwimmen. Das lernen sie allerdings sehr schnell.  Nach und nach wachsen ihnen Vorderbeine, etwas später die Hinterbeine.

Der Teichmolch ist selten geworden

Dass Teichmolche zwar die häufigste Molchart, aber trotzdem selten sind, liegt vor allem an der Zerstörung und der Verschmutzung kleiner Gewässer. Aber auch die Wanderungen vom Winterquartier zu den Laichgewässern  birgt Gefahren – viele Tiere werden von Autos überrollt (hier können Krötenzäune helfen).

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