Die Geheimnisse der Haselnuss

Haselnuss - unreife Früchte am Strauch Foto: Carsten E. Böttcher
Haselnuss - unreife Früchte am Strauch Foto: Carsten E. Böttcher

Noch sieht sie sehr grün aus. Doch bald ist die Haselnuss reif – und dann wird sie zu einer der wichtigsten Zutaten in der (Advents-)Backstube. Grund genug, sich das Früchtchen mal genauer anzusehen.

Haselnüsse werden im Herbst reif

Die Hasel ist in Berlin ziemlich häufig. Sie steht in Hecken, an Waldrändern und auch in lichten Wäldern – ein fünf bis sechs Meter hoher Strauch, der Sonne liebt, aber auch mit Schatten gut zurechtkommt und im Herbst die begehrten Haselnüsse bildet. Im Frühling ist die Hasel eine der ersten Pflanzen, die blüht: Schon im Februar öffnen sich die Kätzchen und entlassen ihre Millionen von Pollen in die Luft – zum Leidwesen vieler Allergiker.

Erst grün, dann braun

Die Haselnuss entwickelt sich aus den weiblichen Blüten. Umgeben ist sie von einer Fruchthülle, die aus den Vorblättern der Blüte entstehen und ein bisschen wie ein gezackter Rock aussehen (siehe Foto). Noch ist die Schale weich und nachgiebig, aber im Laufe der nächsten Wochen wird sie fest und sehr stabil. Wenn sie reif ist – ungefähr im September -, dann hat die Haselnuss ihre typische braune Farbe.

Eichhörnchen lieben die Früchte

Die Früchte sind wichtiger Wintervorrat für Eichhörnchen und andere Tiere. Sie sammeln die Haselnüsse, bringen sie in ihre Winterlager und sorgen so ganz nebenbei für die Verbreitung der Pflanze, denn einige Früchte werden vergessen und können keimen. Allerdings braucht es schon etwas Geschick, die Nüsse zu knacken. Eichhörnchen wissen, wie es geht, Mäuse auch (sie nagen ein kreisrundes Loch in die Hülle und befreien die Nuss). Krähen, die nicht umsonst zu den klügsten aller Vögel gehören, haben die Methode entwickelt, Nüsse von Laternenmasten auf Straßen fallen zu lassen – in der Hoffnung, dass ein Auto darüber rollt und sie für sie knackt.

Haselnüsse sind sehr gesund

Die Vorliebe der Tiere für Haselnüsse hat einen Grund: Die Früchte sind sehr nahrhaft. Ihr Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren ist hoch, außerdem enthalten sie Vitamine (A, B1, B2, B3, B6, C, E), Kalzium, Eisen, Kalium, Natrium und Phospor. Was, wie man sich vorstellen kann, nicht nur für Eichhörnchen sehr gesund ist.

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