Die Geschichte vom Traumfänger

Das Ungeheuer kommt immer nachts. Es schleicht sich in den Traum und webt erst Unbehagen, dann nackte Angst ein, bis das Opfer schweißgebadet aufwacht. Ein Alptraum. Einer von Verfolgung oder Riesenspinnen, von Abgründen, Feuersbrünsten oder Verbrechen, so real, dass man eine Weile braucht, bis man weiß: Es war nur ein Traum. Einer dieser Art, die man bitte nie mehr haben möchte.

Traumfänger: Ein Netz gegen böse Träume

Die Indianer haben ein Mittel gegen diese Ungeheuer. Ein Netz, das die bösen Träume einfängt und die guten durchlässt: der Traumfänger. Es waren die nordamerikanischen Ojibwe-Indianer, die dieses zauberhafte Instrument erfunden haben, aber inzwischen hat sich der Brauch in aller Welt verbreitet. Der Traumfänger wird an die Schlafzimmertür, ans Fenster oder übers Bett gehängt – nicht allzu weit vom Bett entfernt, damit die Träume auch dorthin gelangen.

Holz, Perlen und ein bisschen Phantasie

Wer mal ausprobieren will, ob das mit dem Traumfänger funktioniert, der kann sich ganz einfach einen basteln. Man braucht nur einen Holzreifen (die Größe ist nicht entscheidend), Faden, Federn, Perlen und ein bisschen Phantasie. Starthilfe gibt es am Sonntag im Ökowerk, wo Marie-Luise Büchner zur Traumfänger-Bastelstunde einlädt. Sie verwendet dafür Weidenruten und andere Naturmaterialien. Auf alle Fälle wird das gute Stück ein Unikat.

Traumfänger lässt gute Träume durch

In welche Richtung der Traumfänger funktionieren soll, kann man sich noch überlegen. Bei den Ojibwe-Indianern sollen die bösen Träume im Netz hängenbleiben und später von der Morgensonne neutralisiert werden, die guten gleiten hindurch. Bei den Lakota-Indianern ist es genau andersherum: Die guten Träume schlüpfen durch ein Loch in der Mitte des Traumfängers und die guten bleiben im Netz. Na dann: Gute Nacht!

Adresse: Naturschutzzentrum Ökowerk, Teufelsseechaussee 22, Sonntag, 3. März, 11.30-15.30 Uhr, Teilnahme inkl. Material 5 Euro

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