Die Karthäusernelke: Schönheit in Pink

Karthäusernelke Foto: Silke Böttcher
Karthäusernelke Foto: Silke Böttcher

Wilde Nelken zu unterscheiden ist nicht so einfach. Da gibt es mal Pünktchen, mal dunkle Hochblätter, mal sind sie gezackt, mal nicht. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Sie sind wunderschön. Grund genug, heute mal wieder eine vorzustellen: die Karthäusernelke.

Was die Karthäusernelke von der Heidenelke unterscheidet

Was sofort auffällt, ist ihre leuchtend pinkfarbene Blüte, die aus fünf gezackten Blättern besteht. Kelch und Hochblätter unter der Blüte sind braun und ziemlich hart und typisch für diese Nelkenart. Die weißen Punkte, die man bei der Heidenelke sehen kann, fehlen der Karthäusernelke.

Heilmittel gegen Rheuma

Ihren Namen verdankt die Pflanze den Karthäuser-Mönchen, die wiederum nach der Landschaft Chartreuse bei Grenoble (Frankreich) benannt sind. Man vermutet, dass die Mönche die Nelke in ihren Gärten anbauten. Und das ist nicht abwegig, denn das Gewächs enthält Saponine, die gegen Rheuma, Muskelschmerzen und Zahnprobleme helfen.

Blume des Jahres 1989

Blütezeit der Karthäusernelke, die übrigens Blume des Jahres 1989 war und zu den Nelkengewächsen gehört, ist zwischen Mai und September, ihr bevorzugter Lebensraum sind sonnige Hänge, Heidelandschaften mit kalkhaltigem Boden, Böschungen und sandige Wälder mit ausreichend Licht. Bestäubt wird die Pflanze hauptsächlich von Tagfaltern, aber auch Fliegen mögen den Nektar, wie das Foto beweist. Allerdings müssen sich die Insekten ziemlich anstrengen, um an den tief verborgenen Nektar zu kommen. Die Fliege auf dem Foto war zeitweise fast vollkommen im Kelch verschwunden.

Die Karthäusernelke als Gartenpflanze

Übrigens: Die Karthäusernelke, die in der wilden Natur ziemlich selten ist,  macht sich auch gut im Garten. Wer sie noch in diesem Jahr haben möchte, muss sie allerdings als ausgewachsene Pflanze kaufen, denn die Aussaat sollte schon im April erfolgen.

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