Die Sprossende Felsennelke: Sonnenanbeterin auf Trockenrasen

Sprossende Felsennelke Foto: Silke Böttcher
Sprossende Felsennelke Foto: Silke Böttcher

Es ist erstaunlich, wie viele Nelkenarten es in der Natur gibt (Links finden Sie am Ende dieses Textes). Und wie unterschiedlich sie sind. Manche sieht man häufig in Berlin, andere gehören zu den ganz seltenen Schätzen. Einer davon ist die Sprossende Felsennelke.

Die Sprossende Felsennelke hat winzige Blüten

Das Foto ist im Naturschutzgebiet Gosener Wiesen entstanden, das in Kürze auch Thema dieses Blogs sein wird. Denn es beherbergt viele teilweise sehr seltene Tier- und Pflanzenarten. Zum Beispiel die Sprossende Felsennelke, die man leicht übersehen kann, denn ihre Blüte ist sehr klein – nicht größer als der Nagel am kleinen Finger.

Blütezeit ist zwischen Juli und Oktober

Insgesamt wird die Pflanze ungefähr kniehoch, ihre Blätter sind lang und nadelartig. Über einer kapselartigen hellbraunen Hochblatthülle erhebt sich die zartrosafarbene Blüte, die fünf Blütenblätter hat – Blütezeit ist zwischen Juli und Oktober. Interessant ist, dass die Blüten selten von Insekten besucht werden und sich deshalb meist selbst bestäuben.

Besondere Ansprüche

Dass sie so selten ist, liegt an ihren besonderen Ansprüchen: Die Sprossende Felsennelke wächst auf Trockenrasen, Ödland, an Bahndämmen und auf Sanddünen. Bedingungen, die in Deutschland immer seltener werden (Ödland wird bebaut, Trockenrasen ist durch Düngemittel gefährdet), die sie im überaus abwechslungsreichen Naturschutzgebiet Gosener Wiesen aber findet. Auch an trockenen Wegrändern  kann man sie sehen. Die Felsennelke liebt Licht und Wärme und öffnet ihre Blüten am Vormittag.

Die Sprossende Felsennelke ist sehr selten

Wer eine der Pflanzen entdeckt, darf sich freuen, denn besonders im Nordosten Deutschlands ist die Sprossende Felsennelke wirklich selten.

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