Duftende Schönheit: die Astlose Graslilie

Astlose Graslilie Foto: Silke Böttcher
Astlose Graslilie Foto: Silke Böttcher

Die meiste Zeit des Jahres könnte man sie sehr einfach mit Gras verwechseln. Aber wenn die Astlose Graslilie blüht, wird sie zum Blickfang. Eine spektakuläre Schönheit. Leider ist sie sehr selten, aber mit viel Glück kann man sie in Brandenburg sehen.

Die Astlose Graslilie steht in lichten Wäldern

Die Graslilie (neben der Astlosen gibt es auch noch die Ästige mit verzweigtem Blütenstand) liebt lichte Wälder, Trockenrasen und Gebüsche mit lockerem Boden und genug Sonne und Wärme. Ihre Blüten haben ein bisschen Ähnlichkeit mit denen des Doldigen Milchsterns (kein Wunder, sie sind miteinander verwandt – sie gehören beide zu den Spargelgewächsen), sind aber etwas zarter und filigraner. Die sechs Blütenblätter sind schneeweiß und ungefähr drei Zentimeter groß, in der Mitte sieht man die gelben Staubbeutel. Blütezeit der Graslilie ist zwischen Mai und Juli.

Der Duft lockt Insekten an

Den Insekten entgeht die Astlose Graslilie trotz ihrer wenig auffälligen Farbe nicht. Was nicht nur an der Größe der Blüten liegt, sondern auch am intensiven Duft, den sie verströmen. Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge werden damit angelockt und mit reichlich Nektar für ihre Dienste als Pollen-Sammler belohnt. Nach einigen Wochen entwickeln sich eiförmige Früchte, die kleine schwarze Samen enthalten.

Insgesamt wird die Astlose Graslilie etwa 60 Zentimeter hoch, ihre sehr langen, schmalen Blätter sehen aus wie Grashalme, was sie ziemlich unsichtbar werden lässt. Und auch den Namen der seltenen Pflanze erklärt.

Die Astlose Graslilie als Gartenpflanze

Weil sie so schön ist und so angenehm duftet, hat sie längst ihren Weg in die Gärten gefunden, man kann die Graslilie im Gartencenter als winterharte Zierpflanze kaufen. Im Wald sollte man sie stehenlassen – sie steht unter Naturschutz.

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