Eindrucksvoller Baum: die Birke

Birken gehören zu den Bäumen, die man auch im Winter ohne Probleme erkennen kann. Weil ihr Stamm schwarz-weiß gemustert ist, was sie zu einer echten Besonderheit macht. Besonders ist die Birke, die es auch in Berlin ziemlich häufig gibt, aber noch aus weiteren Gründen: Viele Teile von ihr haben heilende Wirkung.

Die Heilwirkung der Birke

Die Birken-Blätter enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe, Saponine und vieles mehr, in der Rinde stecken ebenfalls wertvolle Wirkstoffe. Eingesetzt werden sie gegen Gicht und Rheuma und gegen Hautausschläge, verwendet werden der Saft, die Blätter und die Knospen der Blätter. Der Saft eignet sich auch als Mittel gegen Haarausfall. Dass man ihn in vergorener Form früher auch als, nun ja, Stärkungsmittel für Männer eingesetzt hat, ist eine andere Geschichte. Eine, die zu der Legende passt, dass die Birke auch in Liebesdingen Beistand leisten soll. Auf alle Fälle gibt es viele Mythen rund um den Baum, der einerseits Schutzsymbol ist, andererseits aber Blitze anziehen soll.

Schuhe aus Birkenrinde

Auch das Holz der Birke wird genutzt. Für Möbel. Aus der Rinde hat man früher Schuhe und Beutel hergestellt, und kanadische Indianer verwandelten sie in Zeltwände. Die Zweige dienten früher als Rohstoffe für Besen.

Geflügelte Samen

Birken können bis zu 30 Meter hoch werden, ihre Blätter sind herzförmig. Der Blütenstand hat ein bisschen Ähnlichkeit mit dem der Hasel – die männlichen Blütenstände bilden lange Kätzchen. Im Spätsommer verbreitet die Birke ihre Samen, die an zwei Seiten geflügelt sind und sich mit dem Wind verbreiten. Im Herbst sind die Bäume wahre Blickfänge mit ihren knallgelb verfärbten Blättern, und im Winter, bei Schnee, werden sie zu Kunstwerken, die mit der weißen Umgebung verschwimmen. Aber auch sonst eignen sie sich gut als Fotomotiv, wie man auf dem Bild sehen kann, das im Oberspreewald aufgenommen wurde.

100 Arten

Übrigens ist es zu einfach, bloß „Birke“ zu sagen. Weltweit gibt es nämlich beinahe 100 Arten. Darunter die Hänge- und die Moor-Birke (über die ich demnächst noch etwas genauer schreiben werde). Die meisten Arten sind anspruchslos und mit die ersten, die freie Flächen besiedeln. Etwas ganz Besonderes sind reine Moor-Birken-Wälder, die aber heute leider sehr selten sind.

Die Birke hat aggressive Pollen

Im Frühjahr ist die Birke weniger beliebt. Jedenfalls bei Allergikern. Denn wenn sie blüht (meistens Ende März bis Ende April), verbreitet sie große Mengen ziemlich aggressiver  Pollen, auf die fast die Hälfte aller Pollenallergiker mit Schniefnase reagiert. Man kann die Pollen sogar sehen, denn sie verteilen sich in der ganzen Stadt – als feine hellgelbe Pulverschicht, die den Boden, die Autoscheiben und sogar Gewässeroberflächen bedeckt. Erst wenn die Birken ihre Last losgeworden sind, wird die Lage für Allergiker besser.

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