Eindrucksvoller Baum: die Rotbuche

Rotbuchen-Keimling Foto: Silke Böttcher
Rotbuchen-Keimling Foto: Silke Böttcher

Wenn man sich etwas genauer in der Berliner Natur umschaut, dann kann man an einigen Stellen schon neues Leben sehen (egal wie das Wetter ist). Die ersten Bäume Jahrgang 2014 haben schon gekeimt. Noch sind sie gerade mal daumenlang – aber in ungefähr 30 Jahren sieht das ganz anders aus. Dann ist aus dem Winzling auf dem Foto eine stattliche Rotbuche geworden. Falls sie nicht vorher von Rehen gefressen oder abgesägt wurde.

Ihren Namen verdankt die Rotbuche ihrem Holz

Die Rotbuche kann locker 30 Meter hoch und 300 Jahre alt werden. Kaum zu glauben, dass sie aus einer einzigen Buchecker entsteht! In Berlins Parks und Wäldern gibt es reichlich Rotbuchen. Und wer jetzt glaubt, dass der Name „Rot“ etwas mit der Blattfarbe zu tun hat, der täuscht sich: Die Blätter sind grün, der Stamm silbergrau. Rot ist nur das Holz  – und das auch nur ein bisschen. Es ist sehr hart und eignet sich deshalb gut als Holz für Parkett und für Möbel.

Unesco-Weltnaturerbe

Schatten verträgt die Rotbuche gut, allerdings nimmt sie anderen Bäumen auch Licht. Früher waren Buchenwälder weit verbreitet, aber die naturbelassenen sind heute extrem selten – viele Wälder sind durch Abholzung und andere menschliche Eingriffe beschädigt oder sogar zerstört worden. Nur noch fünf Prozent der Buchenbestände in Europa sind richtige Urwälder. Grund genug für die Unesco, erhaltene Flächen unter Schutz zu stellen.

Grandiose Rotbuchen-Wälder

Seit 2011 gibt es das Weltnaturerbe „Buchenwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“, zu dem die Nationalparks Hainich (Thüringen), Kellerwald-Edersee (Hessen), Jasmund und Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) und der Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (Brandenburg) gehören – atemberaubend grandiose Wälder, die zu Recht unter strengem Schutz stehen.

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