Besuch bei Familie Pelikan

Der Krauskopfpelikan gehört zu den Tieren, die man in Berlin nur im Zoo bzw. Tierpark sehen kann. Aber es ist ein so bemerkenswertes Tier, dass man ihn mal besuchen sollte. Woher der Krauskopfpelikan seinen Namen hat, kann man übrigens sehr genau sehen – er hat eine Krause auf dem Kopf, die bei dem Jungvogel noch auffälliger ist als bei einem Altvogel.

Der Krauskopfpelikan: Ein Paradiesvogel mit Krause

Zuhause ist der Krauskopfpelikan eigentlich in Südostasien, aber gelegentlich taucht er auch in der wilden Natur in Deutschland auf. Wo er mit seinem silberweißen Gefieder, dem orangeroten Kehlsack, dem hellgelben Schnabel und den graublauen Füßen und mit seiner Größe von bis zu einem Meter achtzig schon für einige Aufmerksamkeit sorgt.

Gemeinsam auf Jagd

Ungefähr ein Kilo Fisch fressen Krauskopfpelikane pro Tag, und dabei gehen sie ziemlich raffiniert vor. Sie tun sich nämlich  gerne mit Artgenossen zusammen, bilden im Wasser einen Halbkreis um die Fische und treiben sie so in aller Ruhe ins flache Wasser, wo sie ihre Beute dann problemlos fangen können. Ihr Kehlsack dient dabei als „Einkaufstüte“ – in ihm ist genug Platz auch für größere Fische.

Krauskopfpelikane gehören zu den gefährdeten Arten

Ihre Vorliebe für Fisch (und die Menge, die sie vertilgen) macht die Tiere bei Fischern nicht sonderlich beliebt, ihnen geht es da ähnlich wie bei uns den Kormoranen. Und weil auch noch die natürlichen Lebensräume der Pelikane – zum Beispiel Auengebiete und flache Gewässer – immer mehr verloren gehen, gelten die Vögel inzwischen als gefährdete Art. Insgesamt gibt es nur noch schätzungsweise 20.000 Tiere, die größten Populationen findet man in Griechenland und Rumänien. Bleibt zu hoffen, dass man Krauskopfpelikane nicht irgendwann nur noch in Zoologischen Gärten sieht!

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