Gefährdeter Räuber: der Fischotter

Fischotter
Fischotter

Der Gedanke daran, im See zu schwimmen, ist im Moment nicht so verlockend. Für mich. Der Fischotter sieht das allerdings ganz anders. Sein Pelz ist so dicht, dass ihm weder Kälte noch Nässe etwas ausmachen. Kein Wunder:  Wasser ist sein Lebensraum. Dort jagt er (Fische, Enten, Frösche und Schnecken) und dort wohnt er auch (in einem Bau, der teilweise unter Wasser liegt). Sehr häufig ist er nicht – in Berlin habe ich ihn noch nie gesehen. Aber in Brandenburg kann man Glück haben.

Der Fischotter ist ein guter Schwimmer

Mit seinem 80 bis 90 Zentimeter langen Körper, dem 40 Zentimeter langen Schwanz und stolzen 13 Kilogramm Gewicht ist der Fischotter (der übrigens zu den Mardern gehört) ein ordentlicher Brocken.Trotzdem ist er ein eleganter und ausdauernder Schwimmer und Taucher, der sich auch im Winter im Wasser aufhält – vorausgesetzt, das Gewässer hat sich nicht komplett in Eis verwandelt.

Überwiegend nachts unterwegs

Eigentlich ist der Fischotter abend- und nachtaktiv, aber gelegentlich sieht man ihn auch am Tage. Was er braucht, sind flache Flüsse und zugewachsene Ufer mit guten Verstecken. Und genau dort liegt sein Problem: Solche Lebensräume gibt es immer weniger.

Der Lebensraum verschwindet

Obwohl er das ganze Jahr paarungsbereit ist und nicht sonderlich wählerisch bei seiner Nahrung, ist der Fischotter selten. Das liegt auch daran, dass man ihn lange Zeit als Lämmer-Räuber gejagt hat. Und an seinem Fell, das früher sehr begehrt war. Inzwischen steht das Tier unter Schutz, doch trockengelegte Gewässer, Abholzen von Ufervegetation und ins Wasser geratene Pestizide machen ihm zu schaffen.

In Brandenburg steigt die Zahl der Fischotter

Immerhin ist Brandenburg mit seinen vielen Seen und dem dichten Gewässernetz eines der Bundesländer, in denen die Zahl zunimmt. In der Spree samt Nebenflüssen, der Oberen Havel, dem Rhin, der Elster sowie Elbe und Oder und all ihren Nebenflüssen kann man Fischotter sehen.

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2 thoughts on “Gefährdeter Räuber: der Fischotter”

    1. Hallo!
      Als Haustiere sind Fischotter nicht geeignet. Man bräuchte eine spezielle Genehmigung dafür, und es ist eher unwahrscheinlich, dass man die bekommt, weil Fischotter geschützte Wildtiere sind, die noch dazu zu den gefährdeten Arten gehören. Hinzu kommt, dass sie sehr anspruchsvoll sind, was ihren Lebensraum betrifft. Sie brauchen viel Platz mit ausreichend Wasser, vor allem natürlich gewachsene Flüsse, Seen oder Bäche mit reicher Ufervegetation. Wenn man ein verletztes Tier findet, ist es am besten, sich an die Wildtierberatung des Nabu (Telefon: 030 – 54 71 28 91, Mo bis Fr von 9 bis 17 Uhr) zu wenden.
      Herzliche Grüße von Silke

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