Geflügeltes Stinktier: die Feuerwanze

Feuerwanze Foto: Silke Böttcher
Feuerwanze Foto: Silke Böttcher

Sie sind die geselligsten Insekten, die ich kenne. Kleine schwarzrote Wanzen, die sich manchmal geradezu in einer Baumritze stapeln. Der Name Feuerwanze passt ziemlich gut zu den signalfarbigen Tieren, deren auffälligstes Muster zwei schwarze Punkte sind. Noch kann man sie in der Natur in Berlin sehen (an Bäumen, aber auch an Hauswänden), aber demnächst bereiten sie sich auf die Winterruhe vor.

Die Feuerwanze wehrt sich mit üblem Geruch gegen Angreifer

Am häufigsten sieht man Feuerwanzen an Linden, wo sie von Pflanzensäften in abgefallenen Samen leben. Mit ihren Mundwerkzeugen bohren sie die Samen an und saugen sie aus. Das tun sie gelegentlich auch mit Insekteneiern und toten Insekten. Den Bäumen, an denen sie sich in großen Gruppen aufhalten, schaden sie übrigens nicht, auch wenn mancher Mensch sie lästig findet. Zu nah kommen sollte man den Wanzen trotzdem nicht. Denn wenn sie sich bedroht fühlen, sondern sie eine Flüssigkeit ab, die wirklich sehr übel riecht, ansonsten aber harmlos ist.

Den Winter übersteht das Insekt in Gemeinschaft

Obwohl die Feuerwanzen Wärme lieben, kommen sie mit Kälte gut zurecht. Sie haben eine Methode gefunden, den Winter zu überstehen: Zu Hunderten bilden sie eine Art Klumpen und suchen sich einen Platz unter Büschen oder an Baumstämmen.

Die Feuerwanze und ihre Paarungszeit

Sobald es im zeitigen Frühling wieder wärmer wird, gehören die Feuerwanzen zu den ersten Insekten, die unterwegs sind. Im April oder Mai beginnt die Paarungszeit – und die ist, nun ja, intensiv. Die meisten der Feuerwanzen brauchen für die Paarung mehr als zwölf Stunden, es gab auch schon Kopulationen, die eine ganze Woche gedauert haben. Die Männchen wollen damit verhindern, dass sich die Weibchen mit mehreren Männchen paaren können….

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