Gestatten: Frau Doktor Preiselbeere

Preiselbeere Foto: Silke Böttcher
Preiselbeere Foto: Silke Böttcher

Die Blaubeere war ja schon Thema dieses Blogs, aber es gibt noch eine Verwandte. Gestatten: die Preiselbeere. Manche sagen auch Kronsbeere dazu. Mit der Cranberry ist ist sie zwar verwandt, aber die Früchte schmecken ganz anders.

Rohe Preiselbeeren schmecken ziemlich sauer

Bevor ich das erste Mal herzhaft in eine Preiselbeere gebissen habe, hatte ich aus irgendwelchen Gründen eine Vorstellung von Blaubeergeschmack. Die Realität war, gelinde gesagt, brutal: Die rote  Frucht schmeckt sauer und herb. Aber es gibt einfache Methoden, um diese Realität zu ändern und die Preiselbeere zu einer Leckerei zu machen:  mit Zucker, Orangensaft, Rotwein und etwas Ingwer zum Beispiel, oder mit Gelierzucker und Zitrone werden die roten Kügelchen zu einer leckeren, nur noch leicht säuerlichen Marmelade. Auch als Beilage zu Wildgerichten ist die Preiselbeermarmelade richtig gut. Manche setzen die Beeren auch mit Korn oder anderen hochprozentigen Flüssigkeiten zu Preiselbeergeist an.

Vorliebe für Moore und Schatten

Verwechseln kann man die Frucht (und die Pflanze), die übrigens auch mit dem Heidekraut verwandt ist, eigentlich nicht. Ihre Blätter sind glänzend und dicker als die von Blaubeerpflanzen – und sie fallen im Herbst auch nicht ab. Sehr häufig ist die Preiselbeere in der Natur in Berlin und Brandenburg nicht, was vermutlich am Boden liegt, den sie braucht: basenarm und sauer muss er sein. Moore zum Beispiel liebt sie, Sand ebenfalls. Die Pflanze mag Halbschatten und die Nähe von Blaubeeren.

Winzige weiße Blüten

Die  Blüten, die von Bienen und Hummeln bestäubt werden, sind winzig und weiß,  und ungefähr Anfang/Mitte September (also jetzt) sieht man die Früchte, die anfangs weiß sind, aber später leuchtend rot werden. Ich habe selbst im November noch Preiselbeerfrüchte gesehen – das Foto stammt aus dieser Zeit.

Die Preiselbeere ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen

Ähnlich wie Blaubeeren sind Preiselbeeren sehr gesund. Die Früchte enthalten die Vitamine C, B1 , B2 und B2, A, Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Phosphat und außerdem den Pflanzenfarbstoff Anthocyan. Ihre Inhaltsstoffe machen sie zu einem Mittel  gegen Blasenentzündung, rheumatische Erkrankungen, Niereninfektionen, erhöhten Cholesterinspiegel, Erkältungen und einiges mehr.  Ziemlich eindrucksvoll für die sauren roten Kugeln,  oder?

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