Goldstern auf der Frühlingswiese

Goldstern
Goldstern Foto: Eberhard Müller

Der Frühling ist die Zeit der gelben Blüten. Natürlich gibt es auch noch andere Farben, aber Gelb fühlt sich wie die häufigste Frühlingsfarbe an. Und mit dem Goldstern (auch Gelbstern genannt) kommt hier eine weitere gelbe Blume. Insgesamt 23 Goldstern-Arten gibt es in Europa, die bekanntesten sind Wiesen-, Wald- und Acker-Goldstern, deren Namen schon ein bisschen erklären, wo man die zu den Liliengewächsen gehörenden Pflanzen in der Natur sehen kann. Sehr häufig aber sind sie nicht.

Goldsterne sind ziemlich selten

Wiesen- und Acker-Goldstern nämlich stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, was an Unkrautvernichtungsmitteln und intensiver Nutzung der Flächen liegt. Der Wald-Gelbstern ist die etwas häufigere Art. Er wächst in Auwäldern und Hecken, an Bachufern, aber auch auf Wiesen. Schatten macht ihm nichts aus. Wer nicht genau guckt, könnte ihn mit dem Scharbockskraut verwechseln, aber bei dem sehen die Blätter ganz anders aus.

Blütezeit ist im März und April

Die wärmeliebenden Goldsterne werden zwischen zehn und 25 Zentimeter hoch. Sie haben lange, sehr schmale Blätter, die ein bisschen an die Blätter des Schneeglöckchens und des Blausterns erinnern. Die Blüte, die im März oder April erscheint, macht dem Namen Gelbstern alle Ehre. Sie besteht aus sechs leuchtend gelben, spitz zulaufenden Blütenblättern, die in der Sonne glänzen. Bestäuber sind die ersten Bienen, Käfer und Fliegen, die Samen werden mit dem Wind verbreitet.

Die Zwiebeln überdauern den Winter

Goldsterne gehören wie viele Frühblüher zu den Zwiebelpflanzen. Die Zwiebel dient als Speicherorgan für Nährstoffe – auf diese Weise übersteht die Pflanze den Winter. Sobald es warm und hell genug geworden ist, treibt sie aus. Und wer bei „Zwiebel“ jetzt an die Gemüse-Zwiebel denkt, der hat vollkommen Recht: auch sie ist ein Speicherorgan. Allerdings kann man die Zwiebeln von Goldstern & Co. nicht essen.

Gelbe Sterne am Wegrand

In den Gebieten im Osten von Brandenburg, in denen demnächst die Adonisröschen zu blühen beginnen, kann man Goldsterne sehen, allerdings sind sie deutlich unauffälliger. Die meisten Spaziergänger übersehen die hübschen kleinen Sterne am Wegrand – die Konkurrenz der riesigen Adonisröschen ist einfach zu groß. Allerdings profitieren die Sterne davon, dass das Gebiet bei Mallnow unter Schutz steht: Pestizide werden an dieser Stelle nicht eingesetzt.

Die Arten sehen sich sehr ähnlich

Es ist nicht leicht, die Goldsterne zu unterscheiden. Ein paar Merkmale aber gibt es. So hat der Acker-Goldstein einen behaarten Stängel und die Blütenblätter enden spitz – beim haarlosen Wiesen-Goldstern haben die Blütenblätter leicht stumpfe Enden. Letzteres gilt auch für den Wald-Goldstern, bei dem die Blüten aber am Rand etwas grünlich sind. Außerdem besitzt er eine einzelne Zwiebel, während der Verwandte von der Wiese mehrere kleine Zwiebeln hat.

Goldstern für den Garten

Übrigens: Wer sich in die hübschen Frühblüher verliebt, kann ihn auch für den Garten kaufen und dann entweder ins Steinbeet setzen oder an eine Stelle mit mäßig trockenem Lehmboden. Der Wald-Goldstern verträgt auch feuchteren Lehmboden und Halbschatten.

Hier finden Sie weitere Geschichten über Frühblüher

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