Grandioser Film: „Das Geheimnis der Bäume“

Heute geht es mal weit weg vom wilden Berlin. Richtig weit weg. Tief in die tropischen Urwälder in Gabun und Peru. Ziel: Das Geheimnis der Bäume zu ergründen. Und das ist so großartig, dass man es sich nicht entgehen lassen sollte. Luc Jaquets Dokumentarfilm „Das Geheimnis der Bäume“ zeigt nämlich nicht nur atemberaubende Schönheit, sondern soll auch auf die große Gefährdung der Urwälder aufmerksam machen.

Das Geheimnis der Bäume – seit uralten Zeiten

Es ist nicht nur eine Reise in die Ferne, sondern auch in die Zeit. Der Film zeigt Eindrücke des prähistorischen Regenwaldes und erläutert, wie die einzigartige Verbindung zwischen Tieren und Pflanzen entstanden ist. Die Kamera bewegt sich von den gewaltigen Wurzeln bis hoch in die Kronen.

Der Film „Das Geheimnis der Bäume“ begleitet den Botaniker Francis Hallé, der dem Zuschauer zeigt, wie Bäume geboren werden, leben und sterben. Wer bisher geglaubt hat, dass Bäume leblose und unbewegte Wesen sind, der sieht sie künftig mit anderen Augen.

In den Baumkronen wimmelt es vor Leben

Die tropischen Wälder, die zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wendekreis liegen, bedecken 35 Prozent der Landfläche.  Als Urwälder bezeichnet man solche Wälder, in die der Mensch nicht eingegriffen hat. Totholz bleibt liegen und vermodert. Am Boden wächst kaum etwas, weil nur wenig Licht durch die Kronen dringt. Oben aber herrscht das Leben: Die Bäume sind von Orchideen, Begonien und anderen Pflanzen bewachsen. Der Artenreichtum ist unglaublich. Gleichzeitig sind die tropischen Wälder höchst empfindlich: Sobald der Mensch in den sensiblen Lebenskreislauf eingreift, gerät das System durcheinander. Und das kann dramatische Folgen haben: Sterben die Bäume, dann stirbt die Erde, denn die Bäume sind lebenswichtig fürs Ökosystem.

Dreharbeiten in Gabun und Peru

Besonders reich an tropischen Urwäldern ist Peru – dort bewachsen sie 700.000 Quadratkilometern Fläche (54 Prozent der Landesfläche). In den Wäldern leben 2937 Amphibien-, Vogel- und Reptilienarten, einige gibt es ausschließlich hier. Dazu kommen im Nationalpark Manú 220 Baumarten. Genau dort wurde auch für „Das Geheimnis der Bäume“ gedreht. Zweiter Drehort war Gabun im Kongobecken (das Foto zeigt die gewaltige Wurzel eines Urwaldriesen). 80 Prozent des Landes sind mit Wald bedeckt, und es gibt Bäume die mehr als 70 Meter hoch sind. Besonders eindrucksvoll ist der Moabi-Baum, der älter als 600 Jahre ist.

Von der Reise der Pinguine zum Geheimnis der Bäume

Besonders eindrucksvoll sind die Kamerafahrten von der Vogelperspektive bis zu den winzigsten Details. Luc Jacquet, der schon mit „Die Reise der Pinguine“ einen großen Erfolg feierte, zeichnet mit „Das Geheimnis der Bäume“ ein faszinierendes Bild der atemberaubenden Wälder. Wem der Sprecher, der Francis Hallé seine Stimme leiht, bekannt vorkommt: Es ist Bruno Ganz – selbst ein bekennender Naturfreund. Der Film läuft in Berlin in mehreren Kinos, etwa im CineStar Cubix am Alexanderplatz, im Kant Kino und in den Hackeschen Höfen. Info: www.dasgeheimnisderbaeume.de

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