Green-Me-Festival: Grüne Filme vor der Berlinale

Am 6. Februar beginnt die Berlinale – und kurz davor gibt es noch ein anderes Filmfestival im Cinemaxx am Potsdamer Platz. Ein grünes. „Green Me“ heißt es und fasst 20 Filme zusammen, die sich mit dem Thema Umwelt beschäftigen. Es geht um Klimawandel und globale Erwärmung, Nachhaltigkeit und um die ökologische Farm von Prinz Charles. Dazu gibt es Kinderfilme, Geschichten über Flamingos und Fledermäuse und gleich mehrere Filme über Wölfe. Technik- und Spielfilme runden das Festival am 1. und 2. Februar ab. 

 Prominente Jury beim Green-Me-Festival

Die Jury des Green Me-Festivals ist hochkarätig: Der Nabu-Geschäftsführer Leif Miller, der Schauspieler Andreas Hoppe (er ist Nabu-Wolfsbotschafter), die Moderatorinnen Nina Eichinger und Dunja Hayali, der Meteorologe Karsten Schwanke, der Umweltaktivist Bernward Geier, der Schauspieler Peter Lohmeyer und der Filmemacher Markus Imhoof küren die Gewinnerfilme, für die es 10.000 Euro Preisgeld gibt – die Preisvergabe ist am Vorabend der Berlinale-Eröffnung. Schirmherr des Festivals ist der frühere Umweltminister Klaus Töpfer.

Es ist das zweite Green Me-Filmfestival (in den fünf Jahren davor hieß es Green Me Lounge) und es soll Liebe zum Film mit Liebe zur Umwelt verbinden. Langweilig wird es ganz sicher nicht, denn die Auswahl ist groß.

Das Programm

Zu den Eröffnungsfilmen des Green-Me-Festivals gehört die Premiere von „Population Boom“, der sich mit der zunehmenden Bevölkerungszahl und deren Folgen befasst – von Müllbergen über Hunger bis zum Klimawandel. Produziert wurde das Werk von Werner Boote, der schon mit „Plastic Planet“ Erfolge feierte. „Chasing Ice“ beschäftigt sich mit dem Naturfotografen James Balog, der das Verschwinden der Gletscher festgehalten hat. „Der Bauer & sein Prinz“ ist eine Hommage an Prinz Charles und dessen ökologische Farm in Südengland.

Kinderfilme mit grünem Inhalt

Für Kinder gibt es „Der Lorax“ – einen Zeichentrickfilm über einen jungen, der in einer Plastikwelt lebt und einen Baumsamen sucht, außerdem „Epic – Verborgenes Königreich“ über Mary Katherine und einen Professor, der Wesen des Waldes erforscht. „Die Rotkäppchen-Verschwörung“ ist beinahe die Geschichte vom Rotkäppchen, aber dann doch ganz anders. „Das Wunder der Natur“ befasst sich mit einem kleinen Träumer, der sich im Sommer auf dem Land langweilt, bis er einen kleinen Teich entdeckt, mit dem es etwas ganz Besonderes auf sich hat. Abenteuerlich wird es bei „Die Abenteuer der Natty Gann“. Das Mädchen sucht seinen Vater und begegnet einem Wolf. „Das Geheimnis der Flamingos“ ist ein opulentes Werk über das Leben der Flamingos in Tansania.  „Fledermäuse – warte, bis es dunkel wird“ beschäftigt sich mit den heimlichen Wesen der Nacht.

Hommage an die Wölfe beim Green-Me-Festival

Mit Wölfen beschäftigten sich gleich mehrere Filme: „Der Junge und der Wolf“, „Die Wölfe kommen!“ über die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland, „Radioaktive Wölfe“ über Wölfe in Tschernobyl, „Deutschlands wilde Wölfe – wie sie wirklich sind“ und den „Polizeiruf 110: Wolfsland“.

Weiterhin auf dem Programm stehen die Technikfilme „Who killed the electric Car“ über die Entwicklung von Elektroautos in den USA und dessen Nachfolger „The Revenge of the Electric Car“. „Beasts of the Southern Wild“ von 2012 ist die Geschichte eines kleinen Mädchens, das in Louisiana einen schweren Sturm miterlebt, der ihren Slum verwüstet und ihr Leben vollkommen verändert. Hinzu kommen noch Dokus über Imker (etwa „More than Honey“), die Welt der Schnecken, das Geheimnis der Bäume und einige mehr.

Tickets für das Festival gibt es an der Kino-Kasse im Cinemaxx am Potsdamer Platz. Erwachsene zahlen fünf Euro pro Festivaltag, Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Weitere Infos: www.greenme.de

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