Die Haubenmeise und ihre Lieblingsbäume

Haubenmeise
Haubenmeise

Mit ihrem schwarz-weißen Federhäubchen ist die Haubenmeise ein sehr auffälliger Vogel. Allerdings sieht man sie eher selten in Stadtparks, denn sie hat eine Vorliebe für Nadelbäume. Im Winter sind die Chancen größer, denn sie besucht gern die Futterhäuschen, die die Menschen in ihren Gärten aufstellen. Vorausgesetzt, es sind Nadelbäume in der Nähe.

Die Haubenmeise ist unverwechselbar

Der Vogel wird etwa zwölf Zentimeter groß. Sein Bauch ist cremeweiß, der Rücken etwas dunkler. Am Hals und Kopf hat er ein schwarz-grau-weißes Muster. Womit er von Blaumeise und Kohlmeise gut zu unterscheiden ist. Von der Farbe her hat nur die Schwanzmeise Ähnlichkeit mit der Haubenmeise (Lophophanes cristatus), aber die ist aufgrund ihres langen Schwanzes auch unverwechselbar.

Ein Vogel, der das ganze Jahr am selben Ort bleibt

Bevorzugter Lebensraum der Haubenmeise sind, wie schon gesagt, Nadelwälder. Besonders in den Kronen von Kiefern hält sie sich gerne auf. Aber wenn es Nadelbäume in Parks und Gärten gibt, kann man ihr auch dort begegnen. Sie ist ein Standvogel, der das ganze Jahr über am gleichen Ort bleibt.

Ein Leben in der Baumkrone

Deshalb hat sie auch einen wechselnden Speiseplan: In der warmen Jahreszeit sucht sie nach Gliederfüßern, im Winter pickt sie Samen von Nadelbäumen und hält sich meist hoch oben in den Baumkronen auf. Oder bedient sich an den Futterhäuschen. Manchmal sieht man sie auch kurz nach der Schneeschmelze am Boden, wo sie nach Spinnen und Insekten sucht. Anders als zum Beispiel die Kohlmeise ist sie nicht sehr gesellig und meist allein unterwegs.

Ein Nest in der Baumhöhle

Für ihr Nest braucht die Haubenmeise morsche Bäume oder Baumstümpfe, in die sie ähnlich wie Spechte eine Höhle pickt und sie mit Moos und Pflanzenresten auspolstert. Das Weibchen legt bis zu acht Eier und brütet sie etwa zwei Wochen lang aus. Das Männchen kümmert sich in dieser Zeit um das Weibchen und bringt ihm Futter.

Junge Haubenmeisen tragen keinen Kopfschmuck

Der Nachwuchs braucht nur etwa drei Wochen, bis er das Nest verlassen kann – er wird anschließend noch einmal drei Wochen von den Eltern gefüttert. In der Zeit tragen die Jungen die Haube noch nicht, sie bildet sich erst später.

Übrigens: Vom 6. bis 8. Januar findet die Stunde der Gartenvögel 2017 statt. Einzelheiten folgen in Kürze.

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