Woher das Immergrün seinen Namen hat

Immergrün
Immergrün

Das Immergrün gehört ein bisschen zu den übersehenen Frühlingsboten. Dabei ist es mit seinen lilafarbenen, blauen oder weißen Blüten eine echte Schönheit. In Berlin ist es oft als Zierpflanze in Parks, auf Friedhöfen und in Gärten zu sehen, aber in Wäldern habe ich auch schon Exemplare entdeckt.

Immergrün ist mit dem Oleander verwandt

Die Pflanzengattung Immergrün gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse – und ist damit verwandt mit der Schwalbenwurz oder dem Oleander. Die bekannteste Immergrün-Art hierzulande ist das Kleine Immergrün (Vinca minor). Den Namen verdankt die Gattung der Tatsache, dass die Pflanzen im Winter ihre dunkelgrünen, ledrigen, eiförmigen Laubblätter nicht verlieren.

Ein Teppich mit lila Blüten

Die Pflanze bildet gern Teppiche mit Ausläufern. Auf diese Weise erobert sie in kurzer Zeit auch größere Flächen. Das Kleine Immergrün wird bis zu 15 Zentimeter hoch, die Triebe verholzen nach einiger Zeit (deshalb wird die Pflanze auch zu den Gehölzen gezählt). Dabei bevorzugt das Immergrün lockere, nährstoffreiche Böden, oft sieht man es unter Laubbäumen, wo es genug Schatten bekommt.

Bestäubung durch Bienen

Blütezeit ist im April und Mai, die Form der fünf Blütenblätter erinnert ein bisschen an die eines Windrades. Nach der Bestäubung vor allem durch Bienen bildet es sogenannte Balgfrüchte (Früchte mit ledrigen Wand, die aufplatzen, wenn die Samen reif sind).

Bei Gartenbesitzern beliebt

Wer die Pflanze in seinem Garten haben möchte, kann sie im Gartencenter kaufen oder sucht im Park nach Ablegern (Seitentriebe, die schon Wurzeln gebildet haben). Auch abgeschnittene Triebstücke kann man einpflanzen. Gartenbesitzer lieben das Immergrün übrigens nicht nur wegen seiner hübschen Blüten, sondern auch, weil es den Wuchs von Wildkräutern unterdrückt.

Das Immergrün ist giftig

Aber Vorsicht: Die gesamte Pflanze ist giftig, sie enthält sogenannte Indoalkaloide wie Vincamin und Vincristin). Trotzdem ist sie als Heilmittel bekannt: In der Homöopathie wird sie gegen juckende Hautausschläge, Milchschorf bei Neugeborenen, Mandelentzündungen und Blutungen während der Wechseljahre eingesetzt. Man bekommt sie als Globuli in der Apotheke.

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