Insekten unterm Mikroskop

Eines der ersten Worte, das den Menschen so über die Lippen geht, wenn sie Insekten sehen, ist: igitt. Die vielen Beine, die Facettenaugen, die Bewegungen… Dabei sind die Krabbeltiere erstaunlich interessant. Und verdienen, mal etwas genauer unter die Lupe genommen zu werden. In der Waldschule Plänterwald kann man das jetzt tun.

Einblicke in die Welt der Insekten

Welche Tiere an dem Tag gezeigt bzw. vorgestellt werden, steht noch nicht fest, aber wer einmal in die Welt der Insekten eindringt, wird fasziniert sein. Da gibt es Asseln (mit vielen Beinen), die nur etwa einen Zentimeter lang werden und sich zu winzigen Kugeln zusammenrollen können. Es gibt Köcherfliegen, von denen es in Europa 400 Arten gibt und die oft nur anderthalb Millimeter groß sind – ihren Namen verdanken sie den köcherartigen Wohnröhren, in denen die Larven im Wasser heranwachsen. Um sie zu bauen, bilden sie ein Sekret, an dem Steinchen oder Sand hängenbleiben. Es gibt Schwebfliegen, die aussehen wie Wespen, Schmetterlinge mit Frostschutzmittel, die sie den Winter überstehen lässt (Zitronenfalter) und andere, die vor den Nektarpflanzen wie Kolibris flattern (Taubenschwänzchen).

Panzer, Monster und Pelzträger

Unter dem Mikroskop oder der Becherlupe werden die Insekten noch faszinierender. Dann sieht man kleine Monster (Marienkäferlarven), gepanzerte Wesen (Schmetterlingsraupen oder Asseln), achtäugige Jäger (Spinnen) und bewundert Details wie Fühler, zarte Flügel, den Pelz von Raupen oder die Facettenaugen von Fliegen. Beim Blick durchs Vergrößerungsglas eröffnet sich dem Betrachter ein ganzer Mikrokosmos. Das große Foto zeigt die Raupe eines Wolfsmilchschwärmers, des Schmetterlings des Jahres 2014.

Insekten durch die Lupe betrachtet

Bei der Veranstaltung in der Waldschule Plänterwald, die den passenden Namen „Kleine Welt ganz groß“ trägt, gibt es neben dem Blick durch Lupe und Mikroskop auch Kurzfilme über Insekten. Und neben den einheimischen werden auch Krabbeltiere aus exotischen Ländern gezeigt. Darunter ein wirklich skurriles: eine Gespenstschrecke. Mutige Besucher dürfen dieses Geschöpf sogar in die Hand nehmen…

Termin: 27. April, 14-17 Uhr, Waldschule Plänterwald, Dammweg 1b, Treptow (S9 bis Plänterwald, 15 Min. Fußweg; Bus 265 bis Neue Krugallee/Dammweg, etwa 5 Min. Fußweg). Eintritt frei

 

 

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