Jane Goodall in Berlin

Jane Goodall kommt nach Berlin! Die weltberühmte Forscherin, Umweltaktivistin und Friedensbotschafterin der Vereinten Nationen, die seit Jahrzehnten das Verhalten von Schimpansen untersucht, hält am 9. Juni einen Vortrag im Botanischen Garten Berlin.

Jane Goodall: Einsatz für Arten- und Umweltschutz

300 Tage im Jahr ist die so zurückhaltende wie charismatische Britin in aller Welt unterwegs, um Menschen für Arten- und Umweltschutz zu sensibilisieren. Und das, obwohl sie mittlerweile 81 Jahre alt ist! Aber das Thema ist ihr einfach zu wichtig, als dass sie sich zur Ruhe setzen könnte.

Schimpansen-Forscherin seit 1960

Jane Goodall, deren nach ihr benanntes Institut im Kongo und in Uganda Auffangstationen für verwaiste Schimpansenbabys gegründet hat, beobachtet die Menschenaffen schon seit 1960. Die Forscherin hat viel über die Tiere herausgefunden, einen Großteil dessen, was man heute über die Tiere weiß, verdankt man ihr. Etwa dass Schimpansen Werkzeuge einsetzen, um an Futter zu kommen, gemeinsam auf Jagd gehen und unzählige Möglichkeiten der Kommunikation gefunden haben.

Dass diese Affen zu den nächsten Verwandten des Menschen zählen, ist bekannt, dass ihr Lebensraum im Regenwald durch massive Abholzung stark bedroht ist und immer wieder Schimpansen in Versuchslabors leiden, wird dagegen gerne verdrängt. Jane Goodall gehört zu denen, die unermüdlich daran erinnern.

Vortrag, Film und Musik

Bei der Veranstaltung im Botanischen Garten Berlin gibt es einen von Jane Goodall persönlich gehaltenen audiovisuellen Vortrag mit Geschichten aus ihrem Leben und ihrer Arbeit in Afrika. „Jane Goodall: Stories and Music from her Life’s Journey“ befasst sich auch mit den vielen Projekten, für die sich die Forscherin einsetzt. Hinzu kommen Ausschnitte aus Lorenz Knauers Dokumentarfilm „Jane’s Journey“. Knauer, Vorsitzender des Jane-Goodall-Instituts in Deutschland, hat die Forscherin für diesen Film viele Jahre bei ihren Reisen begleitet.

Untermalt wird der auf Englisch gehaltene Vortrag von Live-Musik, gespielt vom Gitarristen Wolfgang Netzer und dem italienischen Jazz-Klarinettisten Gabriele Mirabassi. Die beiden spielen Stücke, die sie eigens für diesen Abend komponiert haben.

Wildbienenprojekt mit Berliner Schülern

Schon am Nachmittag hat Jane Goodall noch eine weitere Aufgabe: Um 15 Uhr eröffnet sie das Schülerprojekt „Wildbienen im Botanischen Garten Berlin“. Siebtklässler aus dem Berliner Lilienthal-Gymnasium  wollen Nistplätze für Wildbienen auf dem Gelände des Gartens aufstellen und die Populationen in den nächsten fünf Jahren dokumentieren. Das Projekt gehört zu „Roots & Shoots“, der Jugendiniative der Goodall-Stiftung. Der Ort ist gut gewählt: Im Botanischen Garten leben etwa 150 der 550 in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten.

Jane Goodall in Berlin – Infos

Tickets für den Vortrag am Dienstag, 9. Juni, 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) gibt es für 55 Euro, bitte verbindlich reservieren unter der Mailadresse c.brueggemann@bgbm.org. Bitte Namen, Anschrift und Anzahl der Tickets angeben. Tickets gibt es dann am Veranstaltungstag bis spätestens 18.15 Uhr an der Kasse Dahlem am Königin-Luise-Platz, wo sie auch bezahlt werden. Außerdem verfügbar sind Charity-Karten für 100 Euro (zu bestellen über tickets@janegoodall.de). Der Reinerlös des Ticketverkaufs geht an das Jane-Goodall-Institut Deutschland.

Tickets für die Projekteröffnung „Bees Please – Wildbienen“ am 9. Juni um 15 Uhr gibt es für 6, erm. 3 Euro (normaler Garteneintritt)

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