Woher die Knallerbse ihren Namen hat

Knallerbse
Knallerbse Foto: Silke Böttcher

Die Knallerbse ist eine winterliche Erscheinung, über die sogar schon ein Scherzlied gedichtet wurde. Aber über die Pflanze, an der das weiße Kügelchen hängt, weiß man nur wenig: die Gewöhnliche Schneebeere.

Knallerbse: Einwanderin aus Nordamerika

Heimisch ist sie in Deutschland nicht, sie kommt aus Nordamerika. Aber seit sie im 19. Jahrhundert als Ziergewächs eingewandert ist, hat sie sich so verbreitet, dass man sie auch in Berliner Parks überall sieht. Allerdings nimmt man sie eigentlich nur dann wahr, wenn sie ihre Früchte trägt.

Einmal drauftreten, bitte…

Kinder lieben die Kugeln, die so schöne Geräusche machen, wenn man drauftritt – kein Wunder, dass die Schneebeere viel eher als Knallerbsenstrauch bekannt ist (seit Stefan Raabs Hit „Maschen-Draht-Zaun“ aus dem Jahr 1999, in dem nicht nur der Zaun, sondern auch der Strauch besungen wurden, noch viel mehr). Um die Blüten kümmert man sich kaum.

Wunderschöne Glockenblüten

Dabei ist die Pflanze, wenn sie blüht, wunderschön. Es sind zarte rosa-weiße Sterne, die zwischen Juni und September zu sehen sind. Meist werden sie von vielen Bienen und Schwebfliegen umschwärmt, die nach Nektar suchen und sich nebenbei um die Bestäubung kümmern.

Der Strauch selbst wird meistens etwa einen Meter hoch und trägt leicht längliche stumpf-grüne Blätter, die im Herbst abfallen.

Die Früchte bleiben im Winter am Strauch

Danach, meistens bis in den Winter hinein, hängen nur noch die Knallerbsen am Strauch. Sie sind meistens etwa so groß wie ein Daumennagel, und wenn man eine durchschneidet, dann findet man unter einer dicken, fleischigen Schicht zwei kugelige Samen.

Knallerbse: Vögel übernehmen die Verbreitung

Mit der Hand zerdrücken sollte man die Früchte lieber nicht, denn sie können die Haut reizen. Vogelarten wie Finken und Drosseln schadet das nicht, sie fressen die Früchte und sorgen später auf ganz natürliche Weise für die Verbreitung. Menschen sollten die Knallerbsen auf keinen Fall in den Mund stecken, denn sie können Brechdurchfall verursachen.


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