Korallenpilze im Wald

Korallenpilz
Korallenpilz Foto: Silke Böttcher

Korallen gibt es nur im Meer? Von wegen! Man kann sie sogar im Wald sehen. Korallenpilze sind natürlich mit ihren maritimen Namensvettern nicht verwandt, aber die Ähnlichkeit ist verblüffend.

Korallenpilze in 120 Arten

Es gibt etwa 120 Arten, die allesamt einen verzweigten Fruchtkörper haben, aber ganz unterschiedlich gefärbt und nicht immer ganz einfach zu bestimmen sind. Zu den sehr häufigen Arten gehören sie nicht.

Ein Pilz wie ein kleiner Strauch

Das Foto zeigt vermutlich ein junges Exemplar der Goldgelben Koralle (Ramaria aurea). Die bekommt, wenn sie älter ist, mehr strauchartige Verzweigungen und verändert auch ein bisschen ihre Farbe. Bis zu zwölf Zentimeter hoch und etwa genauso breit kann der Pilz werden, der vor allem in Nadel- und Laubwäldern wächst und auch mit höheren Lagen keine Probleme hat. Sehen kann man ihn ab Juli bis in den Winter hinein.

Keulen, Blumenkohl und Korallen

Korallenpilze bilden unterschiedliche Formen. Keulen zum Beispiel, Blumenkohl-, Keulen- und die klassische Korallenform – die Pilze gehören entsprechend unterschiedlichen Gattungen an. Wer einer Koralle begegnet, sollte sie sich unbedingt etwas genauer ansehen.

Pilzart für Hexenringe

Spannend ist, dass manche Korallenpilz-Arten sogenannte Hexenringe bilden – ziemlich exakte Kreise aus Pilz-Fruchtkörpern, die schon immer die Phantasie der Menschen angeregt haben (daher kommt auch der Name). Es gibt aber auch Korallen, die auf Baumstümpfen wachsen.

Spektakuläre Form, besondere Farbe

Die Form der Pilze ist eindrucksvoll, und mit Farben zwischen beige und zart-pink sind Korallen wirklich etwas ganz Besonderes. Bei den Namen waren die Biologen, die die Korallen zur Familie der Schweinsohrverwandten zählen, teilweise ziemlich originell. Es gibt nämlich eine Flattrige Fichten-Koralle, eine Hahnenkamm- und eine Bauchweh-Koralle.

Woher die Bauchweh-Koralle ihren Namen hat

Letztere verdankt ihren Namen der Tatsache, dass man ordentlich Bauchschmerzen bekommt, wenn man den Pilz verspeist – er ist giftig. Das gilt auch für andere Korallen, etwa die Dreifarbige und die Gelbliche.

Einige Arten sind giftig, andere sehr selten

Weil sich Korallenpilze teilweise sehr ähnlich sehen und man sie nur schwer sicher bestimmen kann, sollte man sie lieber stehen lassen, auch wenn einige Arten essbar sind.

Hahnenkamm und Bärentatze

Die Hahnenkamm-Koralle zum Beispiel und die Goldgelbe Koralle sind zumindest als junge Exemplare essbar, aber zumindest der Hahnenkamm (der vom Volksmund manchmal auch Bärentatze genannt wird) ist so selten, dass man ihn trotzdem nicht abschneiden sollte.

Korallenpilz – auch als Ziegenbart bekannt

Aber wenn wir schon mal bei originellen Namen sind: Die auf dem Foto abgebildete Goldgelbe Koralle wird wie einige andere Korallenpilze manchmal auch als Goldener Ziegenbart bezeichnet. Wer sich ein nicht ganz junges Exemplar ansieht, der weiß, warum…

Ein weiterer seltener Pilz: der Ästige Stachelbart

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2 thoughts on “Korallenpilze im Wald”

  1. Hallo Silke Böttcher,

    eine interessant gestaltete Seite! Es macht Spaß, darin zu stöbern!
    Ich bin durch Zufall darauf gestoßen, weil ich eine vermutliche Korallenpilzart suchte und bestimmen möchte.
    Bei dem hier abgebildeten Exemplar bin ich mir eigentlich sicher, dass es sich um einen klebrigen Hörnling handelt, und nicht um die goldgelbe Koralle. Sollte ich mich irren?

    Viele Grüße aus dem Siegerland
    Peter

    1. Hallo, Peter,
      danke für Ihren Hinweis! Ein Pilzkenner hat mir gesagt, dass es die Koralle ist, aber ich werde jetzt noch einmal nachhaken.
      Herzliche Grüße
      Silke Böttcher

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