Warum der Kriechende Hahnenfuß auch „Butterblume“ genannt wird

Kriechender Hahnenfuß
Kriechender Hahnenfuß Foto: Silke Böttcher

Der Kriechende Hahnenfuß gehört zu den Pflanzen, die gerne als „Butterblume“ bezeichnet werden. Und dass der Name passt, merkt man spätestens, wenn die Sonne auf die Blüten scheint. Dann nämlich glänzt die Oberfläche wie Butter.

Kriechender Hahnenfuß liebt Brachen und Uferbereiche

Die Pflanze ist neben dem Scharfen Hahnenfuß die häufigste Hahnenfußart in Deutschland. Sehen kann man sie auf Brachen, Gärten, auf Äckern, in Auwäldern, an Uferbereichen und auf Wiesen. Feuchte Böden, sogar Überschwemmungen machen dem Kriechenden Hahnenfuß nichts aus.

Eine der häufigsten Pflanzen

Das Gewächs bevorzugt stick- und nährstoffreiche Ton- und Lehmböden, und weil es außerdem keine Probleme mit intensiver Beweidung und mit häufigem Mähen hat, ist es eine der wirklich häufigen Pflanzenarten in Deutschland.

Bei Gartenbesitzern unbeliebt

Weil er unbeirrt neu austreibt, wenn man ihn abmäht und noch dazu in alle Richtungen Ausläufer bildet, ist der Kriechende Hahnenfuß bei Gartenbesitzern und Landwirten nicht sehr beliebt, Insekten dafür lieben die Pflanze (oder besser: ihren Nektar) dafür umso mehr.

Die Pflanze wird je nach Bodenbeschaffenheit ungefähr 20 bis 50 Zentimeter hoch. Die Blätter sind dreizählig gefiedert und haben ein bisschen Ähnlichkeit mit Petersilienblättern. Die goldgelben Blüten tragen fünf Blättchen.

Samen werden vom Wind verbreitet

Blütezeit ist zwischen Mai und August, anschließend entstehen kleine, stachelige Nuss-Früchte, in denen die Samen heranwachsen. Sie werden später mit dem Wind oder am Fell von Tieren weiterverbreitet. Die Pflanze vermehrt sich aber auch durch oberirdische Ausläufer, wie man sie zum Beispiel von Erdbeeren kennt. Auch deshalb sind manchmal ganze Wiesenabschnitte mit dem Hahnenfuß bedeckt.

Von seinem Verwandten, dem Scharfen Hahnenfuß, unterscheidet sich der Kriechende Hahnenfuß durch seine geringere Größe (der Scharfe wird bis zu einen Meter hoch) und dadurch, dass der mittlere Abschnitt der Grundblätter länger ist.

Kriechender Hahnenfuß ist leicht giftig

Empfindliche Menschen sollten den Kriechenden Hahnenfuß lieber nicht anfassen, denn der Pflanzensaft kann Reizungen auf der Haut verursachen. Das gilt noch stärker für den noch giftigeren Scharfen Hahnenfuß, bei dem die Berührung zu Blasenbildung führen kann. Dass man weder den Scharfen, noch den Kriechenden Hahnenfuß in den Mund stecken sollte, versteht sich also von selbst.

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