Der Kürbis: Hommage an eine Riesenbeere

Kaum ein Gemüse spielt im Moment eine so wichtige Rolle wie der Kürbis. Und zwar nicht nur in der Küche. Viele schmücken Hauseingänge oder kümmern sich mit ausgeschnitzter Fratze um Halloween-Grusel. Grund genug, sich ihm mal etwas genauer zu widmen.

Kürbis ist seit Jahrtausenden bekannt

Schon vor mehr als 8000 Jahren kannten die Menschen Kürbisse. Ursprünglich stammen sie aus den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas. Ihre Vorliebe für Wärme haben sie mit nach Europa gebracht, Frost vertragen sie nicht.

Von Butternut bis Hokkaido

Es gibt ungefähr 15 Kürbis-Arten, darunter der ovale, grün-weiß gemusterte Feigenblatt-Kürbis, der große Gartenkürbis, den es in den unterschiedlichsten Farben und Formen gibt und zu dem u.a. Spaghettikürbis und Zucchino gehören, der grüne Moschus-Kürbis (dessen bekannteste Sorte Butternut bzw. Birnenkürbis ist) und der Riesenkürbis, der schon mal einige hundert Kilo wiegen kann und seinem Namen damit alle Ehre macht. Die bekanntesten Riesenkürbis-Sorten sind der dunkelgrüne Buttercup und der knallorangefarbene Hokkaido, dessen Schale mitgegessen werden kann.

Süßes oder Saures – der Kürbis ist Zutat für viele Speisen

Wer zu Halloween ein Kürbisgesicht schnitzen will, sollte das Fruchtfleisch  unbedingt aufheben. Denn in der Küche sind Kürbisse wahre Multitalente. Man kann ihr Fruchtfleisch zu Suppe oder Currys verarbeiten, kann sie backen oder füllen. Das Fruchtfleisch ist auch eine wunderbare Zutat für Desserts, Flammeri oder Marmelade, man kann es süß-sauer einlegen, in Muffins oder anderes Gebäck einarbeiten. Sogar Torten und Brot kann man aus Kürbis machen.

Wertvolles Öl aus den Kernen

Und es geht noch weiter. Die Kerne können geröstet werden, außerdem wird aus ihnen wertvolles Kürbiskernöl hergestellt. Und die großen goldgelben, selten cremefarbenen Blüten kann man ebenfalls essen (am ehesten werden Zucchiniblüten zubereitet).

Und wenn wir schon mal bei den Blüten sind: Sie werden bis zu zehn Zentimeter groß und sternförmig. Die riesigen Blätter sind am Rand gezackt. Die Pflanze rankt am Boden (oder an einer Rankhilfe).

Beeren mit gesunder Wirkung

Die Früchte, die im Herbst entstehen, sind übrigens Beeren. Beeren, die sehr gesund sind. Sie enthalten Vitamin C und E, mehrere B-Vitamine, Folsäure, Kalium, Kalzium, Phosphor, Zink und Magnesium. Dazu kommen sekundäre Pflanzenstoffe, Karotinoide und essenzielle Fettsäuren. Das macht den Kürbis zur Heilpflanze gegen Entzündungen, Infektionserkrankungen, Blasen- und Prostataleiden. Kalorienarm sind die Früchte außerdem, und sie enthalten genug Ballaststoffe, um der Verdauung auf die Sprünge zu helfen. Ich habe gelesen, dass das Gewächs sogar bei der Erneuerung geschädigter Bauchspeicheldrüsenzellen und bei Typ-2-Diabetes hilft.

Kürbis-Suppe für Genießer

Wer also noch einen Kürbis zum Halloween-Schmuck machen will, sollte dem Innenleben genauso viel Aufmerksamkeit widmen. Besonders lecker: eine Suppe aus püriertem Fruchtfleisch. Dazu braucht man ein Kilogramm Hokkaido, eine große Zwiebel, vier Kartoffeln, zwei Mohrrüben, 100 ml Sahne, 30 Gramm Butter, eineinviertel Liter Wasser, Muskat, Pfeffer, Salz und Zucker. Kürbis zerkleinern (mit Schale), Zwiebel in Würfel schneiden und in Butter anbraten. Kürbis, übriges Gemüse und Wasser dazugeben, etwa 20 Minuten garen. Danach alles pürieren und abschmecken. Die Sahne wird am Ende untergerührt. Wer mag, kann auch noch etwas Ingwer dazugeben.

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