Langer Tag der Stadtnatur: 26 Stunden wildes Berlin

Naturforschung beim Langen Tag der Stadtnatur Foto: Stiftung Naturschutz Berlin
Naturforschung beim Langen Tag der Stadtnatur Foto: Stiftung Naturschutz Berlin

Als Berliner muss man nicht weit fahren, um Natur um sich zu haben. Man kann oft genug sogar die U-Bahn nehmen. Oder das Fahrrad. Denn die große Stadt hat wirklich sehr viel Grün. Mehr, als man ahnen könnte. Und deshalb finde ich den Langen Tag der Stadtnatur so großartig. Er zeigt allen, die sich dafür interessieren, bekannte und unbekannte wilde Paradiese in Berlin.

Langer Tag der Stadtnatur in Berlin

Wenn man bedenkt, dass die 2500 öffentlichen Grünanlagen etwa 6400 Hektar Fläche bedecken und noch einmal etwa 16.300 Hektar Stadtgebiet Wald sind, dann gibt es schon sehr viel zu entdecken. Hinzu kommen grüne Innenhöfe und Flächen, die zwar zu Berlin gehören, aber schon auf Brandenburger Gebiet liegen. Einiges davon kann man beim Langen Tag der Stadtnatur erkunden.

500 Veranstaltungen an 150 Orten

Die ganze Sache hat nur einen Haken: Bei 500 Veranstaltungen an 150 Orten, die in ein einziges Wochenende von Sonnabend nachmittag bis Sonntag am frühen Abend gequetscht werden,  muss man eine Auswahl treffen. Und das ist ein echtes Problem, weil es sehr viele wirklich tolle Angebote gibt. Die dicke Broschüre mit den Veranstaltungen, die man am 14. und 15. Juni besuchen kann, gibt es in Geschäften wie Kaiser’s, denn’s, BioCompany und Globetrotter. Das Heft ist aufgeteilt in Bezirke, was das Suchen deutlich erleichtert. Die Termine sind aber auch online auf der Seite des Langen Tages der Stadtnatur zu finden (Infos am Ende dieses Textes).

Langer Tag der Stadtnatur: Viel los für sieben Euro

Wer mitmachen will, muss sich für sieben Euro ein 26-Stunden-Ticket kaufen (das funktioniert ebenfalls online auf der Seite des Langen Tages der Stadtnatur) und kann dann viele Veranstaltungen ganz spontan besuchen. Für einige ist eine Anmeldung erforderlich – sie kostet meist einen Euro pro Person.

Schiffstour zu den Eisvögeln – und nachts zum Waldkauz

Die Auswahl ist so groß, dass man genau planen muss, um möglichst viele Termine entspannt unterzubringen. Da gibt es das Naturparadies im Neuköllner Hinterhof (Görschstr. 9, Pankow, Termin 14. Juni, 16-18 Uhr), die IGA-Führung durch das Wuhletal auf den Kienberg (mit Anmeldung, Termin 15. Juni, 14.30-16 Uhr), eine Schiffstour mit Derk Ehlert zu den Eisvögeln am Westhafen und den Bibern an der Spree (14. Juni, 19.15-21.15 Uhr, Anmeldung erforderlich), die Walderlebnistour in Köpenick (14. Juni, 16-17.30 Uhr Treffpunkt An der Wuhlheide 169, bitte Fernglas mitbringen) oder die nächtliche Wanderung zu den Waldkäuzen am Flughafensee (leider schon ausgebucht).

Kräuterseminare, Paddeltouren und Rallyes

Frühaufsteher machen sich am 15. Juni um vier Uhr auf den Weg zu den ebenfalls früh singenden Vögeln („Im Frühtau zu Berge“, Anmeldung erforderlich). Es gibt Paddel- und Kanutouren Wanderungen zu den Bibern im Tegeler Forst (14. Juni, 16-20 Uhr, Anmeldung erforderlich), Wanderungen ins Moor (z.B. „Sonnentau und Wollgras“, 14. Juni, 16-17 Uhr, Anmeldung erforderlich), Gartenrallyes (14. Juni 16-18 Uhr, Columbiadamm 9, Tempelhofer Feld), Honigschleudern, Wanderungen zu essbaren Blüten, Kräuterseminare und vieles, vieles mehr.

Langer Tag der Stadtnatur: Abenteuer und Entdeckungen

Auch wenn der Schlaf an dem Wochenende vielleicht zu kurz kommen sollte: Der Lange Tag der Stadtnatur lohnt sich. Für Kinder ist er ein Abenteuer, für Erwachsene eine spannende Entdeckungstour. Und für alle bringt er die Erkenntnis, dass Berlin noch viel grüner ist, als sie gedacht hatten. Info: www.langertagderstadtnatur.de

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