Mehr als ein Weihnachtsbaum: die Gemeine Fichte

Sie gehörte zu den Nominierten für die Auszeichnung zum Baum des Jahres 2014. Die Gemeine Fichte. Gewählt wurde schließlich die Traubeneiche. Aber in den nächsten Wochen wird  trotzdem die Fichte mehr beachtet. Als Weihnachtsbaum. Zu erzählen gibt es über den Baum, der auch in der Natur in Berlin wächst, aber noch viel mehr.

Stattlicher Baum: die Gemeine Fichte

Bis zu 600 Jahre alt kann die Gemeine Fichte werden und mehr als 40 Meter hoch. In Europa kann nur noch die Weißtanne in Sachen Größe mit ihr mithalten. Eindrucksvoll sind ihre ausladenden Wurzeln, die sie dort bilden, wo der Boden nass ist. Sie können Temperaturen bis beinahe minus 30 Grad ertragen. Deshalb wächst sie auch in kälteren Regionen.

Ein Baum mit spitzen Nadeln

Wer schon mal eine Fichte mit Kerzen und Strohsternen geschmückt hat, der kennt eine sehr typische Eigenschaft des Baumes: Die Nadeln sind sehr spitz. Und fallen schnell ab – manche Fichte ist kurz nach Neujahr schon kahl. Beim Baum in der Natur können die einzelnen Nadeln bis zu sieben Jahre alt werden!

Spektakuläre Blüten

Es wäre schade, wenn man sich nur in der Adventszeit mit der Fichte beschäftigen würde. Im Frühjahr nämlich bildet der Baum zarte hellbraune Blüten. Die männlichen sind hellbraun, die weiblichen bilden Zapfen, die anfangs aufrecht stehen und nach der Befruchtung an den Ästen herunterhängen. Eines soll an dieser Stelle noch geklärt werden: Das, was man im Wald gemeinhin als Tannenzapfen bezeichnet, sind in Wirklichkeit Fichtenzapfen. Tannenzapfen nämlich fallen nämlich schuppenweise vom Baum, die Früchte der Fichte als Ganzes. Die Samen, die zwischen den Schuppen stecken, tragen zarte Flügel, die für die Verbreitung sorgen.

Die Fichte wird als Holzlieferant genutzt, ihre Nadeln in der Parfümindustrie.  Und die jungen Triebe des Baumes kann man essen. Bekannter aber ist die Wirkung der ätherischen Öle der Fichte bei Husten und Bronchitis.

Umweltverschmutzung macht der Fichte zu schaffen

Die größten Probleme der Fichte sind die Luftverschmutzung und der saure Regen. Die Bäume verlieren ihre Nadeln und werden anfällig für Schädlinge wie den Borkenkäfer oder den Buchdrucker. In einigen Gebieten zum Beispiel des Harzes, gibt es ganze Waldstücke, die abgestorben sind.

Berühmte Wurzelfichte

In der Märkischen Schweiz stehen die Überreste einer sehr berühmten Fichte: Die Wurzelfichte war 180 Jahre alt und 35 Meter hoch. Aber sie ist nicht an der Umweltverschmutzung gestorben: Am 18. Januar 2007 wurde sie beim Orkan Kyrill gefällt. Spektakulär ist sie aber immer noch, denn ihre mächtigen Wurzeln blieben stehen.

Gemeine Fichte und Riesentanne

Übrigens: Der Weihnachtsbaum, der seit ein paar Tagen auf dem Breitscheidplatz steht, ist keine Fichte, sondern eine Riesentanne. Die macht ihrem Namen alle Ehre: 24,5 Meter hoch ist sie und damit der größte Baum, der dort jemals gestanden hat. Gefällt wurde sie in Lichtenrade. Geschmückt wird sie mit 6000 Christbaumkugeln und gelben Sternen. Zu leuchten beginnt sie am 25. November, wenn der Weihnachtsmarkt eröffnet wird.

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