Mitmachen beim Tag des Baumes

Baum Park Berlin
Tag des Baumes Foto: Carsten E. Böttcher

Am 25. April ist Tag des Baumes. Ein ganz offizieller Termin, den es überall auf der Welt gibt, einer, der aufmerksam machen soll auf die Bedeutung, die Bäume für den Menschen haben.Der Tag des Baumes entstand in den USA

Begründet wurde der Tag im Jahr 1872 vom Amerikaner Julius Sterling Morton. Der Journalist aus Nebraska hatte festgestellt, dass es in seiner Umgebung nur wenige Bäume gab, und beschloss, das zu ändern. Er rief den „Arbor Day“ ins Leben, sprach mit den Menschen und schaffte es irgendwann, an einem einzigen Tag eine Million Bäume zu pflanzen.

Aufmerksamkeit für einen wichtigen Klimaschützer

Seit 1952 gibt es den Tag des Baumes auch in Deutschland. Er lenkt die Aufmerksamkeit auf die Lebewesen und ihren unschätzbaren Wert für das Klima. Ein paar Zahlen gefällig? Eine einzige Buche, 120 Jahre alt und 35 Meter hoch, bindet 3,5 Tonnen Kohlendioxid. Ein Hektar Wald speichert pro Jahr etwa 13 Tonnen CO2, und alle Wälder in Deutschland zusammengenommen binden 4,4 Milliarden Tonnen CO2.

Damit sind Wälder das beste Mittel, um den Treibhauseffekt zu bekämpfen. Und trotzdem werden vielerorts mehr Bäume gefällt als neue gepflanzt (was Projekte wie die Aktion „10.000 Stadtbäume für Berlin“ so wichtig macht).

Veranstaltungen in Berlin

Der diesjährige Tag des Baumes stellt in Berlin denn auch die Stadtbäume in den Mittelpunkt, die die grüne Lunge, der Staubsauger und die Schattenspender der Stadt sind und besonders viel aushalten müssen: Autoverkehr, trockene Böden und oftmals wenig Platz für die Wurzeln. Aufmerksamkeit haben sie also mehr als verdient.

Pflanzaktion in Neukölln

Am Tag des Baumes gibt es viele Veranstaltungen von Stadtnatur Berlin und unterschiedlichen Partnern, bei denen Bäume die Hauptrolle spielen.  Die Pflanzaktion auf dem Freundschaftsplatz an der Richardstraße/Ecke Kannerstraße in Neukölln zum Beispiel, bei der am 25. April zwischen 14 und 18 Uhr Baumscheiben mit Stauden und Kräutern bepflanzt, Sitzbänke gestrichen, alles (Un-)Denkbare umhäkelt und danach zusammen gefeiert wird.

Baumgesichter im Natur-Park Südgelände

Im wunderschönen Natur-Park Südgelände am Prellerweg gibt es zwischen 12 und 17 Uhr Mitmach-Aktionen von der Park-Rallye mit Quiz rund um Bäume über plaudernde Masken bis zu Krabbeltieren aus Papier (Parkeintritt 1 Euro).

Wildpflanzen auf dem Mauerstreifen

Natur und Geschichte treffen bei der Veranstaltung „Eat The Wall“ aufeinander. Die Fahrradtour, die um 14.30 Uhr an der Richardstraße/Ecke Kannerstraße beginnt, führt zum einstigen Mauerstreifen, auf dem heute viele essbare Wildpflanzen wachsen. Gemeinsam wird gepflückt (bitte Messer und einen Korb mitbringen) und dann wird der erste Mauersalat zubereitet. Geschichten von Bewohnern der Hith-Deck-Siedlung in Neukölln über die Entwicklung der Mauerstreifens zum Erholungsgebiet runden die Veranstaltung ab.

Begegnung mit wilden Tieren

Dass in Berlin viele Wildtiere leben, ist bekannt. Etwa 3000 Füchse, 100 Biber, unzählige Wildkaninchen, Waschbären und Wildschweine haben die große Stadt zu ihrem Lebensraum gemacht, hinzu kommen die kleinen und die ganz kleinen Tiere. Bei der Großstadtsafari auf der Spur von Biber, Wildkaninchen und Fuchs“ geht es zwischen 10 und 12 Uhr durch den Großen Tiergarten (Treffpunkt am Luisendenkmal). Kathrin Scheurich führt durch die grüne Lunge, stellt Vögel vor, zeigt große und kleine Insekten durch die Lupe und weiß, wo der Biber wohnt.

Haikus im Kleistpark

Poetisch wird es bei der Veranstaltung „Vom Botanischen Garten zur Stadtoase“. Neben einer Führung durch den Heinrich-von-Kleist-Park (der bekanntlich der einstige Botanische Garten ist) geht es um Haikus, jene kurzen Gedichte, die mehr Fragen stellen als beantworten und dadurch zum Nachdenken anregen. Dazu gibt es Baumtee und Kekse. Treffpunkt: 15 Uhr, Kleispark, Eingang Potsdamer Straße, Skulptur des Genius.

Tag des Baumes am Ort des Gedenkens

Das Parlament der Bäume schließlich ist ein Ort des Gedenkens. Es wurde am 9. November 1990 vom Künstler Ben Wagin begründet. Gedenktafeln, Bilder, Reste der einstigen Grenzsicherung und natürlich Bäume bilden ein sehr ungewöhnliches Ensemble, das viel über die Geschichte Deutschlands erzählt. Bei einer Entdeckungstour (12.30 bis 14 Uhr, Treffpunkt am Zietenplatz) werden Geschichte und Stadtnatur verbunden.

Die Teilnahme an den Berliner Veranstaltungen am Tag des Baumes ist kostenlos – Spenden werden erbeten. Infos: www.tag-des-baumes.org

Informationen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald über den Tag: www.sdw.de

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