Der Mohrenfalter liebt feuchte Wälder

Weißband-Mohrenfalter
Weißband-Mohrenfalter Foto: Carsten E. Böttcher

Mohrenfalter sind ziemlich eindrucksvolle Schmetterlinge. Dunkelbraun sind sie, meist nicht allzu groß, und sie mögen Gegenden, in denen es eher kühl und feucht ist. Ungefähr 100 Arten gibt es weltweit, und viele davon sind ziemlich selten. 

Mohrenfalter tragen Augenflecken

Das Foto zeigt einen Weißband-Mohrenfalter, der auch als Großer Mohrenfalter bekannt ist. Menschen mit Humor haben ihm außerdem den Spitznamen „Milchfleck“ gegeben (was, wenn man ihn so anguckt, irgendwie passt). Der Tagfalter hat eine Flügelspannweite von etwas mehr als fünf Zentimetern. Seine Flügeloberseite ist schokoladenbraun und trägt ein braun-orangefarbenes Band mit schwarzen Augenflecken, die einen weißen Punkt in der Mitte haben. Am Flügelrand sieht man schwarz-weiße Flecken.

Sein Flügelmuster macht ihn unsichtbar

Die Flügelunterseite ist ebenfalls dunkelbraun und mit Augenflecken bedeckt. Dieses Muster, so auffällig es beim genauen Betrachten erscheint, sorgt dafür, dass der Schmetterling beinahe unsichtbar ist, wenn er irgendwo auf einem Weg sitzt. Erst wenn er auffliegt, weil sich jemand nähert, bemerkt man ihn.

Lebensraum sind lichte Wälder

Bevorzugter Lebensraum des Weißband-Mohrenfalters (er ist leider so selten, dass er in Deutschland auf die Vorwarnliste der gefährdeten Arten gesetzt wurde) sind hügelige Landschaften, vor allem Mittelgebirge – dieser hier ist mir im Harz begegnet. Auch in Skandinavien und in den Alpen ist er zuhause, und er ist nicht der typische Wärmeanbeter: Mit Kälte und Feuchtigkeit hat er keine Probleme. Unterwegs ist er vor allem im Juli und August in lichten Wäldern und an Wegrändern.

Raupen des Weißband-Mohrenfalters lieben Gräser

Wichtig für den Schmetterling sind die Blütenpflanzen, die in seinem Lebensraum wachsen – die Wälder dürfen also nicht zu dicht sein. Die Pflanzen werden zur Kinderstube für den Mohrenfalter-Nachwuchs, der aus den dicht über dem Boden an Pflanzen klebenden Eiern schlüpft. Die Raupen ernähren sich vor allem von Gräsern wie der Hainsimse und der Wald-Segge. Im nächsten (in kühlen Gegenden auch erst im übernächsten) Frühling schlüpfen die Mohrenfalter. Ihre Vorliebe: lilafarbene Blüten.

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