Pfefferminze, das köstliche Multitalent

Die Pfefferminze ist eine der Pflanzen, mit denen die meisten Menschen regelmäßig zu tun haben. Schließlich ist sie Bestandteil vieler Zahnpasta-Sorten. Aber die Pfefferminze kann noch viel mehr: Sie gehört zu den wirkungsvollsten Heilpflanzen überhaupt. Zum Beispiel hilft sie gegen Erkältungen.

Die Pfefferminze enthält viel Menthol

Der Namensbestandteil „Mentha“ sagt schon, was in der Pfefferminze steckt: Menthol ist das ätherische Öl, das erst einmal einen Kältereiz auslöst. Menthol ist übrigens nicht nur in der Pfefferminze enthalten, sondern in etwas geringerer Konzentration auch in Basilikum, Thymian, Salbei, Majoran und Oregano. Den höchsten Gehalt  an Menthol findet man in der Ackerminze aus Asien – sie ist Zutat für das Japanische Pfefferminzöl, das man in der Apotheke kaufen kann.

Rosafarbene Blütentrauben

Die Pflanze, die ursprünglich aus einer Kreuzung von Wasser- und Ähren-Minze entstand, wird ungefähr 40 Zentimeter hoch. Ihre Blätter sind länglich und haben oft eine bläuliche Maserung. Auch die Stängel sind bläulich verfärbt. Im Juli bildet die Pfefferminze, die übrigens die Arzneipflanze des Jahres 2004 war, zartrosafarbene Blütentrauben.

Die Blätter duften intensiv

Kälte macht der Pflanze nichts aus, und sie bildet immer wieder neue Ausläufer. Wer nicht sicher ist, ob er eine Minze vor sich hat, sollte einfach mal ein Blatt zwischen den Fingern zerreiben – der intensive Minzduft verrät die Pflanze sofort. Wer die Blätter der Pfefferminze ernten  möchte, sollte das vor der ersten Blüte tun, denn dann ist der Mentholgehalt am höchsten. Man kann für Tee aber auch getrocknete Blätter verwenden.

Mittel gegen Erkältung, Bauchschmerzen und vieles mehr

Die Einsatzmöglichkeiten der Pfefferminze sind vielfältig: Die ätherischen Öle, Bitterstoffe, Flavonoide und Gerbstoffe wirken antibakteriell, entzündungshemmend und krampflösend. Das macht die Pflanze zum Mittel der Wahl bei Blähungen, Kopfschmerzen, Brechreiz, Erkältung (viele Hustenbonbons und auch Erkältungsbäder enthalten Minze), Mundgeruch und Muskelbeschwerden.

Minzöl hilft oft schneller als Tabletten

Sogar gegen Migräne wird sie eingesetzt, und gegen die schon erwähnten Kopfschmerzen wirkt sie oft schneller und besser als Tabletten. China- oder Japanöl ist deshalb ein wunderbarer Begleiter im Alltag. Bei Kopfschmerzen einfach einen Tropfen Öl auf den Schläfen verreiben – nach wenigen Augenblicken ist der schlimmste Schmerz meist schon verschwunden (Vorsicht – nicht in die Augen reiben). Auch bei Muskelverspannungen hilft das Öl schnell. Gegen Halsschmerzen hilft ein Inhalationsbad mit kochendem Wasser und ein paar Tropfen Öl.

Pfefferminztee – das perfekte Getränk bei Sommerhitze

Richtig lecker ist ein Tee aus Pfefferminzblättern – sie werden einfach mit heißem Wasser übergossen. Der Tee  hilft gegen Magen-Darm-Beschwerden und Erkältung. Im Sommer ist er aber auch ein ausgezeichnetes Erfrischungsgetränk. Im arabischen Raum weiß man das schon lange und genießt bei Hitze statt eiskalter Limonade lieber den warmen Tee, der – so paradox es klingt – deutlich besser erfrischt, denn der Körper muss ein eiskaltes Getränk erst auf Körpertemperatur bringen, und das verbraucht Energie. Kühl schmeckt Pfefferminze aber auch: als Bestandteil in Cocktails wie Mojito, zum Beispiel.

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