Woher das Pfennigkraut seinen Namen hat

Pfennigkraut
Pfennigkraut Foto: Silke Böttcher

Es gibt nicht allzu viele Pflanzen, die so klein sind wie das Pfennigkraut. Das kommt nämlich meistens nur auf fünf Zentimeter Höhe, und das, obwohl es vergleichsweise große Blüten hat. Gerade ist es mir bei einer Wanderung im Harz begegnet, aber in Berlin und Brandenburg kann man es auch sehen.

Pfennigkraut: Primelgewächs mit gelben Sternenblüten

Den Namen verdankt das Pfennigkraut seinen Blättern, deren Form mit ein bisschen Phantasie an ein Pfennigstück erinnern. Das kriechende Gewächs, das zur Familie der Primelgewächse gehört, ist verwandt mit dem Gilbweiderich, was man an den Blüten auch sehen kann. Sie tragen fünf leuchtend gelbe Blättchen, die spitz zulaufen und zusammen einen Stern bilden.

Viele Blüten tragen keine Pollen

Dort, wo das Pfennigkraut wächst – auf Wiesen, an Gräben und in lichten, etwas feuchten Wäldern -, bildet es richtige Teppiche, und die Blüten scheinen auf den Blättern zu „liegen“. Blütezeit ist zwischen Mai und Juli, und um die Bestäubung kümmern sich Insekten, allerdings oft ohne Erfolg, denn viele Blüten tragen gar keinen Pollen.
Die Pflanze hat aber auch noch die Möglichkeit, sich mit Hilfe von kriechenden Ausläufern zu vermehren (so wie der Kriechende Hahnenfuß, der kürzlich Thema dieses Blogs war, und auch wie die Walderdbeere).

Ein Gewächs fürs Aquarium

Seine Vorliebe für feuchte Untergründe macht das Pfennigkraut auch zu einem geeigneten Gewächs für nicht zu sonnige Gärten und Gartenteiche. Selbst in Aquarien wird es gern gesetzt, allerdings sollte das Wasser dann nicht wärmer als 25 Grad sein.

Pfennigkraut als Heilpflanze

Früher wurde das Gewächs sogar als Heilpflanze eingesetzt – gegen Husten und zur Linderung von Wunden. Grund ist ihr Gehalt an Saponinen und Gerbstoffen. Im Mittelalter gab es wohl kaum einen Garten, in dem die gelben Sterne nicht wuchsen, und selbst Hildegard von Bingen empfahl die Pflanze als Mittel gegen Husten und Geschwüre, und in der Homöopathie wird das Pfennigkraut heute noch genutzt – unter seinem botanischen Namen Lysimachia nummularia.

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