Hommage an die Pflaume

Sie ist dunkelblau (meistens), rundlich und sehr, sehr lecker: die Pflaume. Jetzt ist sie reif – Grund genug, sie mal vorzustellen. Auch wenn sie nicht so ganz zum wirklich wilden Berlin gehört.

Pflaume: Es gibt viele Sorten

Die Frucht kennt natürlich jeder, aber beim Baum wird es schon schwieriger. Er wird um die sechs Meter hoch, hat eine ziemlich glatte Rinde und eiförmige Blätter. Im Frühling trägt der Pflaumenbaum schneeweiße Blüten, die unzählige Insekten anlocken. Und im Spätsommer bis Herbst sind dann die Früchte reif.  Weil es sehr viele Sorten gibt, findet man auch viele Formen und Farben – der Klassiker aber bleibt die blauschwarze Pflaume mit der weißen „Reif“-Schicht und der Furche an einer Seite.

Die Zwetschge ist etwas kleiner

Mindestens genauso bekannt ist die Zwetschge, die (wie übrigens auch die Mirabelle) eine Unterart der Pflaume und ein bisschen kleiner und ovaler ist. Und auch hier gibt es wieder Sorten. Besonders lecker ist die Hauszwetschge, die auch als Bauernpflaume bekannt ist: eine kleine Frucht mit blauschwarzer Schale und orangegelbem Fruchtfleisch. Ihren Namen verdankt sie vermutlich dem Wort „Damaszener“ (von Damaskus – dem einstigen Zentrum des Pflaumenanbaus).

Die Pflanze wurde schon vor 2500 Jahren kultiviert

Interessant finde ich, dass die zu den Rosengewächsen gehörende Pflaume schon seit Jahrtausenden bekannt ist. In Griechenland wurde sie schon vor 2500 Jahren kultiviert. Alexander der Große soll Exemplare von seinen Kriegszügen mitgebracht haben. Und Karl der Große kümmerte sich um den Anbau des Baums in Mitteleuropa. Allerdings diente der pflegeleichte (wenngleich etwas pilzanfällige) Baum nicht nur als Frucht-Lieferant, auch sein Holz wurde (und wird) genutzt, zum Beispiel für Musikinstrumente.

Verwandtschaft: Aprikose, Pfirsich & Co.

Übrigens gibt es noch mehr Verwandte der Pflaume. Sie gehört zur Gattung Prunus – auch Schlehdorn, Aprikose, Vogelkirsche, Sauerkirsche, Mandel und Pfirsich werden dazu gezählt.

Die Pflaume als Star im Kuchen

Aber zurück zur Pflaume: Wer seine Lieblingssorte gefunden hat, kann daraus einen herrlichen Pflaumen- (oder Zwetschgen)kuchen backen. Am liebsten mit Streuseln. Ein Rezept: 500 g Mehl in eine Schüssel geben, ein Loch in die Mitte drücken und 30 g Frischhefe, etwas Zucker und ¼ Liter lauwarme Milch in dem Loch vorsichtig verrühren. Drumherum kommen 100 g Butter, etwas Salz und 75 Gramm Zucker.  Das Ganze eine Viertelstunde zugedeckt stehen lassen. Danach wird alles verknetet und noch einmal 30 Minuten zugedeckt stehen gelassen, anschließend wird der Teig noch einmal verknetet und ausgerollt. Während der Teig etwas ruht, die Streusel vorbereiten: 300 g Mehl, 200 g Butter, 200 g Zucker, etwas Salz und etwas Zimt zu Streuseln verkneten. Danach sticht man einige Löcher in den Teig und gibt die halbierten Pflaumen mit der aufgeschnittenen Seite nach oben auf den Teig. Streusel darauf und ab in den Ofen (220 Grad). Nach etwa 25 Minuten ist der Kuchen fertig.

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