Die Platane – eindrucksvoller Baum mit Kugel-Früchten

Plantane
Plantane

Platanen sind beeindruckende Bäume. Groß (bis zu 45 Meter), mit riesigen Blättern, graubrauner Rinde und kugeligen Früchten. In Berlin stehen sie an einigen Straßenrändern, und mindestens eine davon, die Treskow-Platane in Friedrichsfelde, ist sogar ein Naturdenkmal. Das prächtige Exemplar in der Alfred-Kowalke-Straße 29 am Tierpark ist 350 Jahre alt und etwa 25 Meter hoch (und nach Johann von Treskow benannt, dem Besitzer des Rittergutes, auf dem der Tierpark entstanden ist).

Platane mit Ahorn-Blättern…

Es ist eine Ahornblättrige Platane (Platanus hispanica), die auch als Gewöhnliche Platane bekannt ist. Diese Art ist vermutlich aus einer Kreuzung zwischen der Amerikanischen und der Morgenländischen Platane entstanden – wahrscheinlich, um einen Baum zu züchten, der winterhart ist. „Ahornblättrig“ erklärt sich, wenn man die Blätter betrachtet. Sie werden bis zu 25 Zentimeter groß und man könnte sie auf den ersten Blick tatsächlich für Ahornblätter halten.

Die Rinde blättert bei älteren Bäumen ab

Wenn man die Borke betrachtet, hört die Ähnlichkeit aber auch schon auf. Der Stamm der Platane ist graubraun und bei älteren Bäumen blättert die Rinde in großen dünnen Lappen ab. Die darunterliegende Rinde ist heller, was dem Stamm ein buntes Muster gibt.

Winzige Blüten und große Früchte

Die Blüte der Platane im Mai wird meist übersehen. Das liegt daran, dass die einzelnen Blüten ziemlich unauffällig sind – kugelförmig, grüngelb (männliche Blüten) oder rot (weibliche Blüten). Erstaunlicherweise gelingt es später den Früchten, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Es sind drei Zentimeter dicke, leicht stachelige Fruchtkugeln, die an langen Stielen herabhängen. Reif sind sie im Winter. Dann zerbröseln sie und die Samen, die an kleinen „Schirmchen“ hängen, werden mit dem Wind verbreitet. Manche Menschen reagieren empfindlich auf die Härchen der Früchte, die Allergien auslösen können.

Platanen sind unempfindlich gegen Abgase

Die Platane kann sehr ausladend werden und ist im Sommer der beste Schattenspender, den man sich vorstellen kann. Was ihn als Stadtbaum interessant macht, ist seine relative Unempfindlichkeit gegen Abgase und er kommt auch mit festen Böden zurecht. Streusalz und Hunde-Urin dagegen verträgt die Platane weniger – das geht allerdings den meisten Bäumen so. Ein Grund mehr, beides von Berlins Straßenbäumen fernzuhalten!

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