Raureif – zarte Kunstwerke aus Eis

Überpuderter Rainfarn Foto: Silke Böttcher
Überpuderter Rainfarn Foto: Silke Böttcher

Der Spätherbst ist da. Und er bringt nicht nur Kälte und grauen Himmel, er zeigt auch seine  künstlerische Seite. Raureif verwandelt Gräser und Blätter in zarte Kunstwerke. Es dauert nur ein paar Stunden, bis sie verschwunden sind, denn noch wärmt die Sonne ein bisschen. Wer erst mittags aus dem Haus geht, der hat die Pracht schon verpasst.

Wie Raureif entsteht

Das, was Blätter und Grashalme so bepudert, ist – einfach und unwissenschaftlich gesprochen – gefrorener Nebel. Die feinen Tröpfchen werden zu Eiskristallen in den unterschiedlichsten Formen. Dazu braucht es Frost (natürlich) und eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit. Deshalb sieht man Raureif auch häufig in der Nähe von Gewässern, wo der Wind die Feuchtigkeit in die Umgebung trägt. Entstehen kann er auf Pflanzen, aber auch auf Zäunen und anderen Gegenständen. Eine der schönsten Formen ist die Eisblume, die an Fensterscheiben „wächst“.

Vergängliche Kunst aus Eiskristallen

Für Raureif in der Natur muss es ziemlich kalt sein. Ich habe irgendwo gelesen, dass die Temperaturen auf mindestens minus acht Grad absinken müssen. Ob es wirklich so kalt sein muss, weiß ich nicht. Als ich vor ein paar Tagen den ersten Raureif gesehen habe, kam es mir nicht ganz so frostig vor. Aber alles war mit einer weißen Kristall-Schicht bedeckt – ein wunderschöner Anblick.

Raureif im Garten? Empfindliche Pflanzen brauchen jetzt Schutz

Für (Balkon-)Gärtner ist Raureif ein Signal, die Pflanzen nun endlich winterfest zu machen. Zwar schadet das langsame Absinken der Temperaturen Gartenpflanzen nicht unbedingt, aber ein einziger heftiger Nachtfrost kann schweren Schaden anrichten. Deshalb sollten sehr empfindliche Gewächse ins Haus gestellt, andere mit Vlies oder Beuteln aus Jute (Baumarkt) geschützt werden.

Ähnliche Artikel:

Sag‘ es durch die Eisblume

Der Herbst als Künstler

1,006 total views, 1 views today


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2012-2017 Silke Böttcher · Wildes Berlin · All Rights Reserved

Facebook
thomas davisthomas davis