Woher die Sand-Strohblume ihren Namen hat

Sand-Strohblume
Sand-Strohblume Foto: Eberhard Müller

Die Sand-Strohblume trägt ihren Namen wirklich zu Recht. Das merkt man, wenn man im Spätsommer oder Herbst ihre gelben Hüllblätter berührt. Es raschelt und fühlt sich an – wie Stroh. In Brandenburg kann man die Pflanze sehen, die in einigen Teilen Deutschlands sehr selten geworden ist.

Sand-Strohblume: Vorliebe für trockene Böden

Ihren bevorzugten Standort trägt die Sand-Strohblume ebenfalls im Namen. Sie liebt trockene Sandböden und sandigen Trockenrasen, die genug Sonne abbekommen. Auch Heidedünen und lichte Kiefernwälder mag sie. Manche Brandenburger Trockenwiesen sind im Spätsommer knallgelb gefärbt – Verursacherin dieser Farbenpracht ist oft genug die Strohblume.

Dünger verdrängt den Korbblütler

Die Böden, auf denen der Korbblütler gedeiht, sind nährstoffarm – und genau das ist auch der Grund dafür, dass sie in vielen Regionen selten geworden ist: Dort, wo gedüngt wird, enthalten die Böden meist viele Nährstoffe, und viele Pflanzenarten werden dadurch verdrängt.

Knallgelbe Blütenkugeln

Die Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) wird zwischen zehn und 30 Zentimeter hoch, hat einen behaarten grau-weißen Stängel, schmale, längliche Laubblätter mit weicher Behaarung und Dolden mit Blütenkörbchen, die jeweils etwa sechs Millimeter groß und kugelig sind. Jedes Körbchen hat unzählige glänzende Hüllblätter, die meist gelb, manchmal aber auch orangefarben sind. Die Pflanze verströmt einen intensiven aromatischen Duft, der viele Insekten anlockt.

Samen werden mit dem Wind verbreitet

Blütezeit ist zwischen Juli und Oktober, aber danach verwelken die Blüten nicht. Sie behalten ihre leuchtende Farbe und werden zu „Stroh“, das die heranreifenden Früchte schützen soll. Sobald die Samen reif sind, werden sie mit dem Wind verbreitet. Die Pflanze vermehrt sich aber auch über unterirdische Rhizome, aus denen neue Stängel wachsen.

Schönheit mit Heilkräften

Weil sie nicht verwelkt, ist sie beliebter Bestandteil in Trockenblumensträußen. Heilkräfte hat sie übrigens auch: Sie hilft gegen Magen-Darm-Erkrankungen, Nierensteine und Sodbrennen. Verwendet werden die Blüten, in denen Glycoside, Flavonoide, Vitamin C, Vitamin K, Cumarin, ätherische Öle und Bitterstoffe stecken. Sie regen die Magensaft- und Bauchspeicheldrüsensekretion und die Verdauungstätigkeit an.

Übrigens: Pflücken oder abschneiden sollte man die Sand-Strohblume nicht. Obwohl sie in Brandenburg relativ häufig ist, gehört sie zu den geschützten Arten.

Sand-Strohblume für den Garten

Wer die winterfeste Strohblume als Heilpflanze nutzen möchte, kann sie in seinem Garten anbauen. Saatgut gibt es z.B. im Templiner Kräutergarten (www.templiner-kraeutergarten.de). Aussaatzeit ist April und Mai, wer Pflanzen setzen möchte, beginnt damit Mitte Mai. Die Sand-Strohblume benötigt einen leichten, trockenen und möglichst kalkarmen Boden.

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