Schlangenknöterich auf der Sommerwiese

Schlangenknöterich Foto: Silke Böttcher
Schlangenknöterich Foto: Silke Böttcher

Der Anblick ist traumhaft: Eine Wiese, über und über betupft mit rosafarbenen Blütenkerzen. Es ist der Schlangenknöterich, auch Wiesenknöterich genannt. Wer die Pflanze, die es auch in Berlin und Brandenburg gibt und die zwischen April und Juli blüht, zum ersten Mal sieht, der ahnt, warum sie auch als Pfeifenputzer bezeichnet wird.

Wie der Schlangenknöterich zu seinem Namen kam

Das Gewächs kann schon mal 1,20 Meter hoch werden, meist kommt es auf ungefähr 40 Zentimeter Höhe. Es hat längliche Blätter, und die Blüten stehen in einer Ähre. Nicht alle Blüten öffnen sich gleichzeitig, was dem Blütenstand etwas Zerzaustes verleiht. Und wenn Sie sich jetzt fragen, woher die Namensteil mit der Schlange kommt, der sollte sich den Wurzelstock angucken: Er ist nämlich schlangenartig gewunden.

Blüten mit viel Nektar

Besonders Bienen besuchen den nektarreichen Schlangenknöterich, der auf feuchten Wiesen, an Bachufern und an feuchten Stellen in Wäldern steht. Übrigens ist er nur eine von etwa 100 Knöterich-Arten – zu den bekannteren gehören zum Beispiel der Ampfer- und der Floh-Knöterich (erkennbar an einem roten Punkt in der Mitte der Blätter). Beim Schlangenknöterich sind allerdings die Blüten deutlich auffälliger. Nach der Blüte bilden sich kleine Nüsschen, die mit dem Wind und mit Tieren verbreitet werden.

Schlangenknöterich als Küchen-Zutat

Weidende Kühe lassen den Schlangenknöterich meist stehen. Raupen von Schmetterlingen wie dem Blauschillernden Feuerfalter (ein Verwandter von ihm, der sehr ähnliche Kleine Feuerfalter, war schon Thema dieses Blogs) dagegen lieben die Pflanze. Und Menschen lieben sie auch. Oder taten es früher, als man noch wusste, dass der Schlangenknöterich Vitamin C und Oxalsäure enthält und eine Zutat für einen wunderbaren Wildspinat ist. Die Blätter werden zwischen April und August gesammelt und zu Salat oder Spinat verarbeitet. Allerdings sollte man wegen des Oxalsäuregehalts nicht allzu viel davon essen. Auch die Wurzeln kann man verwenden: Man legt sie für ein paar Stunden in Wasser ein und macht Frikadellen daraus.

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2 thoughts on “Schlangenknöterich auf der Sommerwiese”

    1. Hallo, Herr Pfeffer,
      man kann ihn zum Beispiel im Tegeler Fließtal sehen, außerdem auf den Eichwerder Moorwiesen am Stadtrand bei Glienicke-Nordbahn, und in Brandenburg ist das Briesetal bei Birkenwerder ein guter Ort, ihm zu begegnen.
      Herzliche Grüße von Silke Böttcher

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